"Time" kürt Angela Merkel zur Person des Jahres 2015

"Time" kürt Angela Merkel zur Person des Jahres 2015
Angela Merkel ziert das Cover des US-Magazins "Time" © instagram.com/time/

Bundeskanzlerin Angela Merkel (61) ist vom US-Magazin "Time" zur Person des Jahres 2015 gekürt worden. Bereits seit 1927 ernennt das amerikanische Nachrichtenmagazin alle zwölf Monate seine "Person of the Year". Sie habe sich im Kampf gegen die Pleite Griechenlands, in der Flüchtlingskrise und nach den Pariser Terrorattacken engagiert, heißt es in dem Magazin.

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"Kanzlerin der freien Welt"

"Man kann mit ihr übereinstimmen oder nicht, aber sie nimmt sicher nicht den einfachen Weg. Dafür, dass sie ihrem Land mehr abverlangt hat, als es die meisten Politiker wagen würden, für ihren Einsatz gegen Tyrannei und Opportunismus und für ihre standhafte moralische Führung in einer Welt, in der es an einer solchen mangelt, kürt 'Time' Angela Merkel zur Persönlichkeit des Jahres", begründete Chefredakteurin Nancy Gibbs die Wahl.

 

Merkels prominente Vorgänger

 

2014 ging die Auszeichnung an Ärzte und Pfleger im Kampf gegen Ebola. 2013 wurde Papst Franziskus (78) diese Ehre zuteil, Barack Obama (54) wurde 2008 und 2012 gewählt. Mark Zuckerberg, Bill Clinton, Amazon-Gründer Jeff Bezos und viele weitere bekannte Persönlichkeiten waren ebenfalls bereits auf dem Cover abgebildet.

Außerdem ist Angela Merkel erst die dritte Deutsche, die zur Person des Jahres ernannt wurde. 1970 war es Willy Brandt, vor ihm erhielt Konrad Adenauer 1953 den Titel. Ausgezeichnet werden Menschen, die nach Ansicht des Magazins in dem jeweiligen Jahr die Welt maßgeblich beeinflusst haben - sowohl im positiven als gegebenenfalls auch im negativen Sinn.

 

Auch Donald Trump schafft es auf die "Time"-Rangliste

 

Letzeres zeigt der zweite Platz der Liste, der an IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi geht. Auf dem dritten Rang folgt US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump. Auf den weiteren Plätzen stehen Irans Präsident Hassan Rohani, die Transsexuelle Caitlyn Jenner, der Chef des Mitfahrdiensts Uber Travis Kalanick und die Protestbewegung "Black Lives Matter" aus den USA.

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