Till Lindemann: Sänger der härtesten Band Deutschlands

Till Lindemann bei einem Konzert
'Rammstein'-Sänger Till Lindemann unterhält seine Fans © picture alliance / dpa, Penkov Alex

Mit ungewöhnlicher Musik zum Erfolg

Im Jahr 1986 gehörte Till Lindemann zu den Gründungsmitgliedern der Schweriner Punkband 'First Arsch'. Dort spielte er das Schlagzeug, übernahm zeitweise aber auch den Bass und sang die Zugaben. Der Gruppe gehörten auch die Gitarristen Richard Kruspe und Paul Landers an. Das einzige Album, das 'First Arsch' aufnahm, hieß 'Saddle Up', erschien 1992 und enthielt 15 Tracks.

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Nach dem Ende der DDR trafen sich Kruspe, der zuvor aus dem Land geflohen war, und Lindemann wieder und beschlossen, erneut eine Band zu gründen. Zu dieser gehörten mit Paul Landers, dem Bassisten Oliver Riedel und dem Schlagzeuger Christoph Schneider drei weitere Musiker, die zuvor in DDR-Bands gespielt hatten. Als letztes Mitglied stieß Anfang 1994 der Keyboarder Flake Lorenz zur Gruppe, die sich den Namen 'Rammstein' gab. Ihren ersten Auftritt hatte sie im April 1994 vor 15 Zuschauern in Leipzig.

Zu den Markenzeichen der Band gehört Till Lindemanns tiefe Stimme und seine rollende Aussprache des R. 'Herzeleid', das erste Album von Rammstein, erschien im September 1995 und stieg zunächst auf Platz 99 der deutschen Charts ein. Als im August 1997 der Nachfolger 'Sehnsucht' auf den Markt kam, erreichte 'Herzeleid' mit Rang 6 seine beste Position. 'Sehnsucht' selbst wurde zum ersten Rammstein-Album, das den Spitzenplatz der deutschen Hitparade erreichen konnte.

In den USA gelang zudem mit Rang 45 ein Achtungserfolg. Zwischen 2001 und 2009 folgten vier weitere Alben, die ebenfalls auf den ersten Platz der deutschen Charts stiegen und sich jeweils mindestens eine Million Mal verkauften. Im Jahr 2013 gründete Lindemann mit dem schwedischen Musiker Peter Tägtgren die Band 'Lindemann', die im Januar 2015 erste offizielle Lebenszeichen von sich gab. Das englischsprachige Album 'Skills in Pills' erschien im Juni 2015 und erreichte den ersten Platz der deutschen Charts.

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