Til Schweiger: Tränen dürfen fließen

Til Schweiger
Til Schweiger © Cover Media

Til Schweiger (51) möchte als Zuschauer von Filmen nachhaltig beeindruckt werden und bei seinem eigenen Publikum für die gleiche Reaktion sorgen.

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Ansatz für einen guten Film

Der Filmstar ('Keinohrhasen') lieferte Ende vergangenen Jahres mit 'Honig im Kopf' eine beeindruckende Tragikomödie zum Thema Alzheimer ab. Viele Kritiker bewunderten den sensiblen und ermutigenden Umgang mit der Krankheit in dem Film. Til verriet im Interview mit 'Abendzeitung München', dass der Erfolg eines Films nicht unbedingt ein unumstößliches Indiz für seine Qualität sein müsse. Etwas anderes sei ausschlaggebender:

"Wenn man nach dem Abspann den Film im Kopf behält und er noch lange nachwirkt. Nach Clint Eastwoods 'The Hereafter' bin ich aus dem Kino in Toronto herausgegangen und mir sind auf der Rolltreppe immer noch die Tränen runtergelaufen, so war ich durchgeschüttelt und berührt."

So eine Reaktion wünscht er sich natürlich auch auf seine Filme - seine Landsleute dürften ruhig etwas mutiger sein, wenn es um ihre Gefühle geht: "Die Deutschen sagen zu schnell: 'Kitsch!', weil sie Gefühle schlechter zulassen können. Kitsch ist subjektiv und man darf es nicht mit Gefühlen und Romantik verwechseln. Das muss erlaubt sein - vor allem auch im Kino. 'Titanic' ist zum Beispiel auch Kitsch, aber ein fantastischer Film. Für mich ist 'Terminator 2' zwar Action, aber er hat mich zugleich tief bewegt. Auch das geht."

In 'Honig im Kopf' gibt Schauspiel-Urgestein Didi Hallervorden (79, 'Sein letztes Rennen') den dementen Opa, während Tils Tochter Emma (12) seine Enkelin spielt. Luna (18), Til Schweigers älteste Tochter, spielt an seiner Seite im Hamburger 'Tatort'. Wie geht denn der Papa am Set mit seinen Kids um? "Nicht anders als andere Schauspieler", erklärte er der 'Berliner Zeitung' auf die Frage, wie er sie anleite. "Ich weiß, dass ich in einem liebe- und vertrauensvollen Umfeld das Beste von den Darstellern bekomme. Also versuche ich, so ein Umfeld zu schaffen. Ein Regisseur, der rumschreit, sabotiert die eigene Arbeit."

Das Prinzip geht auf: Til Schweiger ist mit seinen Filmen seit 1997, als er mit 'Knocking on Heaven's Door' zum ersten Mal nicht nur als Schauspieler, sondern auch hinter der Kamera - in diesem Fall als Produzent - tätig war, erfolgreich.

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