Til Schweiger auf Facebook: Unerträgliches Gesabbel

Til Schweiger auf Facebook: Unerträgliches Gesabbel
Til Schweiger hat wenig für seine Kritiker übrig © ddp images

Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") hält nicht viel von Kritikern. Twitter-User, deren Meinung zu einem "Tatort" ihm nicht passte, bezeichnete er auf Facebook unlängst als "Spackos". Und weil seine Kino-Filme zwar Publikumsmagneten sind, viele Kritiker darüber aber die Nase rümpfen, gibt es zu Schweigers Filmen häufig keine Pressevorführungen. Auf der anderen Seite scheint er selbst kein großes Problem damit zu haben, anderen Leuten vor's Schienbein zu treten, wenn ihm etwas nicht gefällt.

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Schauspieler kritisiert Marcel Reif

"FCB... war n tolles Spiel... wenn nur nich der Marcel Reif mit seinem unerträglichen Gesabbel gewesen wäre...", schrieb Schweiger nach dem Champions-League-Halbfinale des FC Bayern gegen den FC Barcelona am Dienstagabend über den "Sky"-Kommentator. Davon abgesehen, dass es derzeit en vogue zu sein scheint, ohne weitere Erklärung verbal auf Sportkommentatoren einzuprügeln, verbrüdert sich Schweiger auf einmal mit genau jenen Nutzern, die er selbst kürzlich noch als "Spackos" bezeichnete, "die nix anderes zu tun haben, als zu lästern und zu haten". Dass seine Aussage über Reif auch fern jeder konstruktiven Kritik ist, scheint ihm entgangen zu sein.


Zugute halten könnte man Schweiger in dieser Sache vielleicht noch, dass seine Ausflüge auf Facebook selten sonderlich feingeistig sind. Als sein Kollege Claude-Oliver Rudolph (58, "Gegengerade") unlängst behauptete, Schweiger habe sich für den Kino-Hit "Honig im Kopf" etwas zu offensichtlich von Rudolphs Film "Lieb mich bis in den Tod" inspirieren lassen, dementierte das Schweiger nicht nur auf das Heftigste, sondern nannte Rudolph in einem Post auch gleich einen "Schwachmaten", der sich "beim Promiboxen mal wieder ordentlich auf die Nuss hauen" lassen solle.


Ansonsten postet Schweiger in seiner Timeline vor allem wohlwollende Artikel über sich, seine Arbeit und Fanpost - das ist selbstverständlich sein gutes Recht, genauso wie es sein gutes Recht ist, Stellung zu allen möglichen gesellschaftlichen Themen zu beziehen und Kritik zu üben. Nur vielleicht sollte er das dann auch langsam einmal Anderen zugestehen.

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