Til Schweiger attackiert CSU-Politiker Andreas Scheuer wegen Flüchtlingsdebatte: "Sie gehen mir auf den Sack"

Til Schweiger attackiert CSU-Politiker wegen Flüchtlingsdebatte
Schauspieler Til Schweiger ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. © Getty Images, Christian Augustin

Til Schweiger nimmt in der Flüchtlingsdebatte kein Blatt vor den Mund

Til Schweiger ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Seit Wochen engagiert sich der Schauspieler für Flüchtlinge und hat wenig Geduld, wenn es um Fremdenhass geht. Schon mehrfach teilte er auf seiner Facebookseite gegen Kritiker aus – jetzt riss im in einer Talkshow wieder der Geduldsfaden. Bei 'Menschen bei Maischberger' ging er jetzt einen Politiker scharf an.

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Andreas Scheuer von der CSU war es, der den live zugeschalteten Schweiger innerhalb kürzester Zeit auf die Palme brachte. Denn dieser hatte Schweigers Vorschlag, den Solidaritätszuschlag zur Finanzierung von Flüchtlingsunterkünften zu nutzen, als "albern" bezeichnet. Die Reaktion des Schauspielers: "Sie gehen mir auf den Sack, echt", so Til Schweiger.

Der 51-Jährige hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für Flüchtlinge einzusetzen. Vor einigen Wochen kündigte er an, ein nach eigenen Worten "Vorzeige-Flüchtlingsheim" in Osterode am Harz errichten zu wollen. Auf Scheuers Nachfrage, wann die geplante Einrichtung an den Start gehe, reagierte Schweiger gereizt: "Ich find' das so geil, Ihren süffisanten Blick, weil Sie mich jetzt vorführen wollen", sagte er.

Til Schweiger will sein Flüchtlingsheim auf jeden Fall errichten

Da sich die Verhandlungen zwischen dem Besitzer der ehemaligen Kaserne in Niedersachsen und dem Land noch hinziehen werden, dauere es noch etwas, bis er seinen Plan in die Tat umsetzen könne, erklärte er weiter. Doch so lange wolle er nicht untätig bleiben. "Um nicht untätig rumzusitzen, gehe ich mit meiner Stiftung nach Osnabrück", kündigte er an. Er könne sich vorstellen, einer dortigen Landesaufnahmestelle unter anderem mit einer Fahrradwerkstatt oder Lehrern, die Sprachunterricht geben, zu helfen.

Und auch in Zukunft wird er sicherlich deutliche Worte finden, wenn es um fremdenfeindliche Kommentare geht. Auf seiner Facebookseite riet er den Verfassern von Anti-Flüchtlings-Kommentaren: "Verpisst euch von meiner Seite, empathieloses Pack!" Bei Scheuer zeigte Schweiger sich am Ende der Talkrunde dann doch noch versöhnlich: "Mein kleiner Ausraster tut mir leid. Für das 'Sie gehen wir auf den Sack' möchte ich mich entschuldigen."

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