Tief 'Scarlett' sorgt für Reise-Horror

Tief 'Scarlett' hat in weiten Teilen Deutschlands mit Blitzeis und Neuschnee für neues Verkehrschaos gesorgt
Tief 'Scarlett' hat in weiten Teilen Deutschlands mit Blitzeis und Neuschnee für neues Verkehrschaos gesorgt © dpa, Bernd Von Jutrczenka

Die aktuelle Lage im Live-Ticker

Das Tauwetter war nur ein kurzes Zwischenspiel. Tief 'Scarlett' hat den Winter pünktlich zum Weihnachtsfest mit aller Macht zurück gebracht und sorgt mit Glatteis und heftigen Schneefällen für neues Chaos auf Straßen, Schienen und in der Luft.

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Vor allem im Norden Deutschlands haben tausende Autofahrer in der Nacht vor Heiligabend in einer wahren Geduldsprobe auf glatten und vereisten Straßen vorankriechen müssen. Während in Niedersachsen vor allem Eis das Problem war und den Autobahnverkehr teilweise sogar zum Erliegen brachte, sorgten in Schleswig-Holstein Schnee und Sturm für massive Behinderungen. In NRW gab es zeitweise 260 Kilometer Stau. Und es schneit munter weiter.

Die aktuelle Lage im Live-Ticker:

17:50 Eine 47-jährige Frau ist in Gelsenkirchen durch einen herabstürzenden Ast tödlich verletzt worden. Vermutlich auf Grund der hohen Schneelast brach ein Ast ab und traf die Frau mit voller Wucht. Trotz sofort eingesetzter Notfallmaßnahmen verstarb die Frau an Ort und Stelle.

17:15 Schnee und Eis haben an Heiligabend den Flugbetrieb in Düsseldorf durcheinandergewirbelt. Die Zahl der gestrichenen Flüge lag am Freitagnachmittag bei etwa 110, teilte der Flughafen mit. Der Flughafen hatte wegen heftigen Schneefalls mit Starts und Landungen erst am Vormittag begonnen - mit fünfstündiger Verspätung.

15:41 Der Billigflieger Ryanair hat für Heiligabend sämtliche seiner Flugverbindungen am Airport Weeze gestrichen. Betroffen davon waren unter anderem Fluggäste mit den Zielen Madrid, Mailand und Stockholm, wie auf der Internetseite des Flughafens zu lesen stand.

15:07 In der Kleinstadt Stolberg bei Aachen sind die Schneemassen so groß, dass dort Kirchengemeinden sogar Ihre Heiligabend-Gottesdienste absagen mussten.

14:51 Ein Krankenwagen mit einem Patienten an Bord ist in Ennepetal im Schnee steckengeblieben. Der Ambulanzfahrer und der Kranke mussten sich eine halbe Stunde in Geduld üben. Mit der Seilwinde eines Feuerwehrfahrzeuges wurde das Fahrzeug wieder flott gemacht, berichtete ein Sprecher.

14:28: Auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle droht ein Dacheinsturz. Ein Terminal wurde evakuiert. Rund 2000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Auf dem Dach liegt der Schnee 60 Zentimeter. Die Feuerwehr räumt die Massen jetzt.

13:29 Unwetterartige Schneefälle werden auch an Heiligabend in mehreren Regionen der Republik erwartet. Für die Ostseeküste sowie für einen Streifen vom Thüringer Wald bis zum Schwarzwald gilt Unwetterwarnung.

13:11 Bei einem Unfall auf eisglatter Straße ist eine 47-Jährige Frau bei Langelsheim (Kreis Goslar) ums Leben gekommen. Die Autofahrerin geriet nach Polizeiangaben in den Gegenverkehr und stieß dort mit dem Wagen eines 48-Jährigen zusammen. Die Frau starb noch an der Unfallstelle.

13:16 Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover ist nach einer mehrstündigen Sperrung wieder frei. Auf der wichtigen Nord-Süd-Achse waren an Heiligabend Bäume auf die Oberleitung gestürzt, die Trasse musste daher von 5.00 Uhr an in der Nähe von Lüneburg gesperrt werden.

12:50: Offensichtlich unter dem Druck der Schneemassen ist in Münster das Dach einer Turnhalle eingestürzt. Aller Wahrscheinlichkeit nach sei das Gebäude leer gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dennoch durchsuchten die Einsatzkräfte die Trümmer nach etwaigen Verletzten.

12:06: Der heftige Schneefall bremst auch den Weihnachtsmann aus: Vielerorts konnten Briefe und Pakete nicht ausgeliefert werden. "Unsere Leute stellen überall da zu, wo es menschenmöglich ist", sagte ein Sprecher der Deutschen Post in Düsseldorf.

11:50: Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover ist nach einer mehrstündigen Sperrung wieder frei.

11:42: Auf die akute Einsturzgefahr von Dächern durch die erhöhte Schneelast haben Polizei und Feuerwehr in Aachen hingewiesen. Vor allem Flachdächern solle man nicht betreten

11:22: In einem Zug auf der Strecke Hannover-Berlin hat eine Person nach Angaben der Bahn einen Herzinfarkt erlitten. Notarzt und Rettungskräfte seien im Einsatz. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, konnte der Sprecher nicht sagen. Der City-Night-Line-Zug steht derzeit zwischen Stendal und Hannover.

11:20: In Nordfriesland und im Kreis Schleswig-Flensburg machen Schneeverwehungen den Autofahrern auch auf Autobahnen und Bundesstraßen zu schaffen. Auf den kleineren Straßen seien die Zustände "teils katastrophal: Da läuft gar nichts", sagte ein Polizeisprecher.

11:16: Der Bahnverkehr zwischen Berlin und Hannover muss erneut unterbrochen werden. Wegen heftigen Schneefalls könnten vorerst keine Züge mehr auf der Teilstrecke zwischen Wolfsburg und Hannover verkehren.

11:14 Der Flughafen Düsseldorf nimmt den Flugbetrieb vorerst wieder auf.

10:58: Wegen gefrierenden Regens oder Sprühregens wird in Rheinland-Pfalz vor Glatteis gewarnt. Die Warnung gelte voraussichtlich bis Freitagabend 20.00 Uhr.

10:42: Knapp sechs Stunden lang saßen rund 700 Bahnreisende in der Nacht auf freier Strecke fest. Vereiste Oberleitungen haben ihre Schnellzüge zwischen Hannover und Berlin in Sachsen-Anhalt gestoppt. Erst am Morgen können die Züge von Dieselloks fortgeschleppt werden.

10:16: Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover ist in der Nähe von Lüneburg wegen Bäumen in der Oberleitung gesperrt worden. Die Strecke sei seit 5 Uhr nicht mehr passierbar, erläuterte der Sprecher. Wann sie wieder frei sein wird, war zunächst unklar.

09:52: Nach der Freigabe der Bahnstrecke Berlin-Hannover in Richtung Westen soll nun ein Güterzug die vereisten Oberleitungen in der Gegenrichtung auftauen. Der Zug arbeite sich Meter für Meter vor, sagte ein Bahnsprecher.

Die aktuelle Lage im Live-Ticker

Tief 'Scarlett' hat in weiten Teilen Deutschlands mit Blitzeis und Neuschnee für neues Verkehrschaos gesorgt
Tief 'Scarlett' hat in weiten Teilen Deutschlands mit Blitzeis und Neuschnee für neues Verkehrschaos gesorgt © dpa, Bernd Von Jutrczenka

Das Tauwetter war nur ein kurzes Zwischenspiel. Tief 'Scarlett' hat den Winter pünktlich zum Weihnachtsfest mit aller Macht zurück gebracht und sorgt mit Glatteis und heftigen Schneefällen für neues Chaos auf Straßen, Schienen und in der Luft.

Vor allem im Norden Deutschlands haben tausende Autofahrer in der Nacht vor Heiligabend in einer wahren Geduldsprobe auf glatten und vereisten Straßen vorankriechen müssen. Während in Niedersachsen vor allem Eis das Problem war und den Autobahnverkehr teilweise sogar zum Erliegen brachte, sorgten in Schleswig-Holstein Schnee und Sturm für massive Behinderungen. In NRW gab es zeitweise 260 Kilometer Stau. Und es schneit munter weiter.

Die aktuelle Lage im Live-Ticker:

09:50: Schnee und Eis sorgen auch in Belgien und den Niederlanden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Airport von Eindhoven wurde am Morgen nach starken Schneefällen geschlossen. Auf den Autobahnen im Süden Belgiens galt weiterhin ein am Vortag verhängtes Fahrverbot für Lastwagen. Nach Angaben der Polizei steckten dennoch zahlreiche Lastzüge auf den Schnellstraßen und auf Landstraßen fest. Erhebliche Verspätungen gab es im Bahnverkehr.

09:34: Passagiere sitzen in Zügen fest: Auf dem Bahnhof in Wolfsburg hatten sich einige hundert Leute angesammelt. Manche davon kamen aus den Zügen, die zwischen Oebisfelde und Stendal in Sachsen-Anhalt feststeckten. Mit Regionalzügen hatten sich einige bis Wolfsburg durchgeschlagen.

09:00: Im Landkreis und der Stadt Celle haben die Fahrgastbetriebe und die Bürgerbusse aufgrund der Witterung derzeit den Betrieb eingestellt. Freitagmittag solle überprüft werden, ob der Betrieb wieder aufgenommen werden könne.

08:53: Der Verkehrslagedienst der Polizei in Bayern warnt vor Eisregen und Glätte besonders im Spessart und in Unterfranken. Vor allem die Autobahn 3 Würzburg-Passau sowie die Autobahn 45 bei Aschaffenburg seien betroffen. Im Laufe des Tages rechnen die Meteorologen zunächst mit Schneeregen für weite Teile Bayerns, der gefrieren kann und der auch in Schneefall übergeht.

08:44: Der Düsseldorfer Flughafen meldet auf seiner Homepage: "Wegen anhaltend starker Schneefälle in der gesamten Nacht wird der Flugbetrieb heute voraussichtlich erst gegen 11:00 Uhr starten. Der Winterdienst des Flughafens ist in voller Stärke mit seinen rund 20 Spezialfahrzeugen im Einsatz. Da jedoch stetig neuer Schnee fällt, können die Räumdienste die Start- und Landebahnen, die Rollwege und das Vorfeld zurzeit nicht ausreichend von Schnee freihalten."

08:09: Die Bahn hat die Sperrung der Strecke Berlin-Hannover in Richtung Westen wieder aufgehoben.

07:37: Die Straßenbahnen in Braunschweig haben ihren Betrieb eingestellt. Nach Angaben der Polizei sind die Oberleitungen an den Strecken so stark vereist, dass die Trambahnen nicht mehr fahren können.

07: 36: Der Flughafen Düsseldorf blieb am Morgen zunächst bis 08.00 Uhr gesperrt.

07:33: Schneeverwehungen haben in weiten Teilen Schleswig-Holsteins den Straßenverkehr stark behindert. Besonders betroffen sind die Bereiche an der Ostseeküste. In den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg sollen die Sperrungen der Straßen noch bis zum Mittag andauern.

07:28: Auch in Frankreich ist der Schnee wieder zurück: In der Nacht zum Freitag saßen rund 2000 Passagiere am Pariser Flughafen Charles de Gaulle fest, wie die französischen Medien berichteten. Den gestrandeten Passagieren wurden Feldbetten und warme Decken zur Verfügung gestellt.

06:40:Auf den Straßen in Niedersachsen und Bremen herrschen weiterhin winterlich-chaotische Zustände. Allerdings kam es nach Angaben der Polizei zu nur wenigen Unfällen mit Blechschäden. Verletzte gab es nicht.

06:36: Eine dicke Schicht Neuschnee hat erneut den Verkehr in Nordrhein-Westfalen lahmgelegt. Vor allem am Niederrhein fuhren sich viele Autofahrer in Schneeverwehungen fest.

06:02: Eine der wichtigsten Strecken im deutschen Bahnverkehr, die Verbindung Berlin-Hannover, ist am Freitagmorgen komplett gesperrt worden. Auslöser sind vereiste Oberleitungen auf weiten Teilen der wichtigen Ost-West-Achse, teilte ein Bahnsprecher mit. Das Ende der Sperrung sei noch nicht absehbar.

05:45: Fünf ICE-Züge sind in der Nacht kurz hintereinander auf der Strecke Hannover-Berlin liegengeblieben. Auslöser waren nach Angaben der Bahn vereiste Oberleitungen. «Das wird heute Morgen zu Einschränkungen führen», sagte ein Bahnsprecher, ohne Details zu nennen.

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