Thomas Hitzlsperger verzichtet gerne auf Fußball-Albträume

Thomas Hitzlsperger: Keine Lust auf Fußball-Albträume
Thomas Hitzlsperger © Cover Media

Thomas Hitzlsperger (34) genießt derzeit kürzere Nächte ohne Fußball(alb)träume.

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Abstiegsfrust

Im September 2013 beendete der sympathische Mittelfeldspieler seine Karriere als aktiver Fußballer, damals war er gerademal 31 Jahre alt. Doch noch heute bedeutet ihm der Sport viel, Thomas begleitet beispielsweise derzeit als TV-Experte die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich.

In der Kolumne 'Ich habe einen Traum' für das 'Zeit Magazin' enthüllte der gebürtige Münchner, dass träumen momentan gar nicht so wichtig für ihn sei:

"Heute schlafe ich nicht mehr so viel wie zu aktiven Zeiten, weil ich weniger Ruhepausen brauche. Von Fußball habe ich schon länger nicht mehr geträumt. Vielleicht sollte ich mich darüber sogar freuen, denn eigentlich müssten mich zurzeit Albträume plagen: Zwei meiner Ex-Vereine, der VfB Stuttgart und Aston Villa, sind nämlich gerade aus der ersten Liga abgestiegen."

Was lustig ist: Als Kind träumte Thomas von einer Fußballkarriere beim FC Bayern, nachts schoss er allerdings für den Erzfeind Borussia Dortmund Tore! "Warum ich nachts, im Traum, plötzlich in ein schwarz-gelbes Trikot schlüpfte, kann ich mir bis heute nicht erklären", gestand der Sportler und zog Bilanz: "Das mit der Profikarriere hat dann doch noch geklappt. Ein gelbes Trikot trug ich allerdings nie. Und in Dortmund, da gab's meistens was auf die Mütze."

Während es um viele Spieler nach ihrer aktiven Zeit still wird, sorgte Thomas Hitzlsperger 2014 für einen waschechten Aufreger: Er outete sich als erster Profi-Fußballer überhaupt als schwul. Doch statt Anfeindungen und Hassnachrichten erreichten 'Hitz The Hammer', wie er früher wegen seines harten Schusses genannt wurde, vor allem Lob und Bewunderung für seinen Mut. Er gibt sich stets zurückhaltend, was das Thema angeht: Er wolle offen und ehrlich sein, aber "auch nicht die ganze Welt missionieren", sagte Thomas Hitzlsperger vor einigen Tagen der 'Süddeutschen Zeitung'. Vorurteile wolle er allerdings schon abbauen: "Ich spreche oft in Schulklassen und freue mich, dass das Interesse so groß ist. Ich will denen einfach sagen: Natürlich kannst du schwul und Profi-Fußballer sein."

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