Thomas Hitzlsperger: "Die Leute sind nett zu mir"

Thomas Hitzlsperger
Thomas Hitzlsperger © Cover Media

Thomas Hitzlsperger (32) ist der Beweis dafür, dass Homosexuelle eben doch Fußballspielen können.

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Ein Jahr nach dem Outing

Vor rund einem Jahr outete sich der frühere Nationalmannschaftsspieler als Homosexuell - ein mutiger und bis dato einzigartiger Schritt in der Welt des Profi-Fußballs.

Zu Gast bei 'stern TV' sprach der Sportler jetzt über seine Erlebnisse aus dem vergangenen Jahr und konnte eine positive Bilanz ziehen: "Die Leute sind nett zu mir, mir geht's gut. Und ich merke, dass es gar keine so großen Vorurteile gibt", sagte er zu Moderator Steffen Hallaschka (43).

Die Angst vor eben diesen Vorurteilen sei während seiner aktiven Spielerzeit noch viel größer gewesen, deswegen outete sich der Star erst, nachdem er seine Profi-Karriere beendet hatte. Rückblickend hat er dennoch viel für die Homosexuellen in der Sportwelt bewegt: "Ich kenne Leute, die ernsthaft gesagt haben: Schwule können nicht Fußball spielen. Ich bin der Beweis dafür, dass es geht. Man kann schwul sein und es bis in die Nationalmannschaft schaffen!"

Anfang Januar 2014 hatte Thomas sein Schweigen erstmals gebrochen, damals enthüllte er im Interview mit dem 'Zeit'-Magazin, dass er Männer liebe. "Ich habe mich nie dafür geschämt, dass ich nun mal so bin", betonte der Kicker damals schon voller Selbstbewusstsein.

Sein Outing löste eine Welle der Unterstützung aus, viele seiner Kollegen - darunter Fußball-Profi Lukas Podolski (29) und DFB-Präsident Theo Zwanziger (69) - sprachen sich für den Star aus. Ein Beispiel hat sich daran aber bisher kein anderer genommen: Wie Thomas Hitzlsperger bei 'stern TV' gestand, habe sich ihm bisher kein homosexueller Fußballspieler anvertraut.

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