Thomas Gottschalks Rückkehr zu "Wetten, dass..?"

Thomas Gottschalks Rückkehr zu "Wetten, dass..?"
Thomas Gottschalk eroberte sich 1993 den "Wetten, dass..?"-Thron zurück © ddp images

"Wetten, dass..?" machte Thomas Gottschalk (64) zu dem, was er heute ist: der deutsche Showmaster schlechthin. Von 1992-1993 aber war Kollege Wolfgang Lippert (63) das Gesicht des ZDF-Formats, da Gottschalk zuvor zu RTL gewechselt war. Wie er sich seinen "Wetten, dass..?"-Thron später zurückholte, schreibt Gottschalk nun in seiner Autobiografie "Herbstblond" (27. April, Heyne-Verlag, 19,99 Euro), Einblicke in das Buch gibt die "Bild am Sonntag".

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Er löste Wolfgang Lippert ab

 

"Ich knirschte schon mit den Zähnen"

 

"Auf dem Thron, der mich zum König der Unterhaltung gemacht hatte, saß inzwischen ein Ossi", heißt es. Lippert moderierte nur neun Folgen des erfolgreichen Formats, zu Anfang seien die Sympathiewerte für ihn hoch gewesen, schreibt Gottschalk. Ausschlaggebend für dessen Rückkehr in den TV-Olymp war dann der Auftritt eines ganz besonderen Gastes: "Ich knirschte schon mit den Zähnen, als ich auf Wolfgangs Couch Paul McCartney sehen musste. Den gönnte ich ihm dann doch nicht." Das war dem Moderator offenbar zu viel des Guten.

Schnurstracks habe er zum Hörer gegriffen und Fred Kogel, den damaligen Unterhaltungschef des ZDF, angerufen. Auch der sei mit dem Gottschalk-Nachfolger nicht ganz zufrieden gewesen. "Ich hörte heraus, dass er nichts dagegen hätte, wenn ich wieder nach Hause käme." Der frühere ZDF-Intendant Dieter Stolte habe daraufhin beschlossen, Lippert bei "Der Große Preis" unter zu bringen, damit der Tausch "nicht auf Kosten" des heute 63-Jährigen ginge.

 

"Wolfgang zeigte Größe"

 

Der kleine Wechsel ließ Lippert aber wohl keineswegs kalt: Er sei genauso sauer gewesen, "wie jeder Fußballer, der vom Platz genommen wird", schreibt Gottschalk weiter. Die Journalisten hätten es aber dennoch nicht geschafft, einen Keil zwischen die beiden zu treiben: "Wolfgang zeigte Größe und verzichtete darauf, mich madig zu machen, obwohl ich das durchaus verstanden hätte", so Gottschalk.

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