'This House Is Not For Sale': Bon Jovi geben sich auf neuem Album gefühlvoll

Bon Jovi
Bon Jovi ziehen ohne Richie Sambora weiter. Foto: Universal Music © deutsche presse agentur
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Millionen mal verkaufte sich Bon Jovis Rockballade "Always" Mitte der 90er Jahre und stürmte weltweit die Charts. Aber der Titelsong seines neuen Albums "This House Is Not For Sale" sei ihm wichtiger als damals "Always", sagt Frontmann Jon Bon Jovi (54) im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

"'Always' war mir nicht wichtig. Ich wusste, dass es gut war, aber es war mir nicht wichtig. Ich schrieb es für einen Film, zu einem Skript. Da habe ich einen Song erschaffen." Bei "This House Is Not For Sale" sei das anders. "Diesen Song lebe ich. Es geht um mein Herz, meine Seele, mit jeder Zeile haue ich mir auf die Brust, denn es geht um die Integrität der Band."

Integrität ist das Schlüsselwort des neuen Bon-Jovi-Albums, die Kern-Botschaft. 2013 hatte Gitarrist und Gründungsmitglied Richie Sambora die Band überstürzt verlassen, danach kochten Gerüchte über Streit und Trennung hoch. "This House Is Not For Sale" ist nun das erste Bon-Jovi-Album ohne Sambora, an seiner Stelle ist Gitarrist Phil X dabei. "Nur weil Richie nicht mehr zur Arbeit gekommen ist, werde ich mir nicht unseren jahrzehntelangen Erfolg kaputtreden lassen", sagt Bon Jovi. "So sehr wir den Typ auch vermissen, lassen wir es uns davon nicht kaputt machen, das wäre nicht fair." Das neue Album soll das klarstellen.

Es ist bereits das 14. Studioalbum der Band, auch wenn viele den Vorgänger "Burning Bridges" aus dem vergangenen Jahr wegen der vielen älteren Songs darauf nicht dazuzählen. Fast alle Alben waren Welterfolge, mit Hits wie "Bed Of Roses" oder "Livin' On A Prayer", die längst zu Rock-Hymnen und Klassikern geworden sind.

"This House Is Not For Sale" haben Bon Jovi im selben Studio an der Westseite Manhattans aufgenommen, wie damals ihr allererstes. Zwölf Songs sind darauf gepackt, wie üblich bei der Band ein Mix von rockig ("Knockout", "Born Again Tommorrow") bis ruhig ("Labor of Love"). Das Album klingt unverwechselbar nach Bon Jovi: Viel Gitarre, rockig-rauchige Stimme, viele hymnenartige Rocksongs mit optimistisch-mitreißenden Mitsing-Refrains. Bewährte Rezepte, keine Experimente. "Zurück zu den Wurzeln", kommentierte das Fachmagazin "Rolling Stone".

Die Songs kämen alle von Herzen, sagt Bon Jovi - nur so komme man heutzutage gegen die immer oberflächlicher werdende Musikindustrie an. "Wenn man einen Song von einem reinen Ausgangspunkt aus schreibt, ohne auf Trends oder Moden zu achten, dann werden die Menschen ihn zu ihrem eigenen machen."


Quelle: DPA

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