Thicke und Pharrell: Wird 'Blurred Lines' verboten?

Pharrell Williams und Robin Thicke
Pharrell Williams und Robin Thicke © Cover Media

Die Erben von Marvin Gaye (†44) haben eine Unterlassungsklage gegen Robin Thicke (38) und Pharrell Williams (41) eingereicht.

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Drohende Unterlassungsklage

Nachdem die Familie der verstorbenen Soullegende kürzlich vor Gericht erfolgreich eine Plagiatsklage gegen die beiden Sänger und ihren Megahit 'Blurred Lines' durchsetzen konnte, will sie nun noch weiter gehen. Die Entschädigungszahlungen in Höhe von 6,8 Millionen Euro, zu denen die Musiker verurteilt wurden, da sie ihren Hit von Marvins Lied 'Got To Give It Up' abgekupfert haben sollen, sind den Erben scheinbar nicht genug: Nun wollen sie außerdem erreichen, dass 'Blurred Lines' nicht mehr verbreitet, kopiert und performt werden darf.

Neben der Unterlassungsklage reichten die Erben auch eine Klage gegen Rapper T.I. (34) ein, der eine Strophe des Hits rappt. Zudem wollen sie Schadensersatz von den Musiklabels Universal Music, Interscope Records und Star Trek Entertainment. Sollte die Familie vor Gericht Recht bekommen, könnte dies bedeuten, dass ihnen Tantiemen und sogar die Songschreiberrechte zugesprochen werden.

"Im digitalen Zeitalter ist die Gefahr der Urheberrechtsverletzung für jeden Künstler größer geworden", teilte der Familienclan in einem Statement mit. "Unser Wunsch ist es, das Vermächtnis und die großartige Musik unseres Vaters in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu genießen und zu beschützen, mit dem Wissen, dass das Einhalten der Urheberrechte versichert, dass unsere musikalischen Schätze immer sicher sind."

Unterdessen kündigte Howard E. King, der Anwalt von Robin Thicke und Pharrell Williams, vor wenigen Tagen an, dass die beiden Berufung gegen das Plagiatsurteil einlegen werden, da der Song "aus ihren Herzen und Seelen" entstanden sei. "Wir werden jedes nachträgliche Rechtsmittel bemühen, das wir zur Verfügung haben, um sicherzustellen, dass dieses Urteil keinen Bestand hat", teilte der Anwalt mit.

Nach dem Urteil zeigte sich Marvin Gayes Tochter Nona begeistert. "Es ist ein wundervoller Tag, wenn man in einem Gerichtssaal sitzt und Gerechtigkeit gesprochen wird. Jetzt bin ich von den Schmerzen erlöst. Es war wie ein schlechter Witz diese letzten zwei Jahre, in denen wir wussten, dass unser Song kopiert wurde und von ihrer Seite kam kein ernsthaftes Feedback. Das ist unser Vater, das hat er uns hinterlassen, das ist unser Erbe", erklärte Nona Gaye gegenüber der 'New York Daily News'.

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