'The Voice'-Coach Samu Haber im Interview

Interview mit The Voice Juror Samu Haber
© Patrick Hoffmann/WENN.com, PH3

"Ich wäre am liebsten aus dem Studio gerannt"

Er ist der Neue an Nenas Seite. Samu Haber sitzt in der dritten Staffel von 'The Voice of Germany' in der Jury und wird ab sofort an der Seite von Nena, Max Herre und The BossHoss um die besten Talente kämpfen. Wie sich der Job als 'The Voice'-Coach für den Sunrise-Avenue-Frontmann anfühlt, wie es eigentlich um seine Deutschkenntnisse bestellt ist, hat uns der 37-jährige Finne im Interview verraten.

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Von Nicole Feybert

Samu, wie oft wirst du eigentlich gefragt, ob du das Interview auf Deutsch geben kannst?

Samu Haber: Jedes Mal! Aber das funktioniert noch nicht. Ich kann zwar deutsch mit dir reden, aber für ein Interview reicht es nicht. Okay, ich bin in „The Voice Of Germany“, also denken natürlich viele Leute, dass ich deutsch spreche. Besonders die Journalisten (grinst).

Aber man liest überall, du hast einen deutschen Vater?

Samu: Er ist Finne, aber seine Eltern kommen aus Deutschland. Stimmt, das steht z.B. immer noch in Wikipedia, dass er Deutscher ist!

Dann ist das das Erste, was wir ganz offiziell richtigstellen können …

Samu: Genau, das machen wir jetzt mal öffentlich!

Du bist neuer Coach bei „The Voice Of Germany“ – wie fühlt sich das an, in der Jury zu sitzen?

Samu: Während der ersten Tage graute mir vor dem Job. Ich hatte ziemlich Schiss und wäre am liebsten aus dem Studio gerannt. Denn ich hatte gerade mal zwei Wochen, um Deutsch zu lernen. Ich mache daraus so ein „Denglisch“, halb deutsch, halb englisch. Obwohl ich recht viel deutsch spreche, war das eine Herausforderung, die sich anfangs einfach zu groß anfühlte. Als ich dann mehr Zeit – und vor allem mehr Deutschunterricht - hatte, fand ich viel besser meinen Weg in die Show, und es macht sehr viel Spaß. Die 130 Sänger und Sängerinnen, die es in die "Blind Auditions" geschafft haben, sind mindestens so gut wie ich oder besser!

"Spring ins Wasser und schau, was passiert"

The Voice-Juror Samu Haber im Interview
© World Entertainment News Network Ltd.

Wie ist es, wenn ein Kandidat sich einen Sunrise-Avenue-Song aussucht? „Fairytale Gone Bad“ ist oft sehr beliebt.

Samu: Ich habe noch keine Version gehört, die gut ist! (lacht) Ehrlich, ich weiß nicht, ob das eine gute oder eher schlechte Idee wäre. Ich habe darüber schon nachgedacht, aber … ich weiß nicht. Ich bin ganz glücklich, dass ich bislang noch kein Cover unserer Songs gehört habe. Das würde sich irgendwie so anfühlen, als ob mich mein Song mit einem anderen Künstler betrügt.

Was brauchen die Kandidaten außer einer guten Stimme, um es zu schaffen?

Samu: Die Stimme ist alles, was wir anfangs hören. Wenn du es danach in die nächsten Runden schaffen willst, zählt die Stimme nur zu 40 Prozent. Du musst dieses gewisse Etwas haben, etwas an dir muss die Leute berühren. Ich selbst bin weder der beste Sänger, noch der bestaussehendste Typ. Und doch habe ich es geschafft. Ich rate daher: Sei du selbst, sei authentisch. Spring ins Wasser und schau, was passiert.

Ihr selbst wurdet anfangs von 102 Plattenfirmen abgelehnt. Wie oft wart ihr davor, aufzugeben?

Samu: Wir waren definitiv öfter als einmal kurz davor, aufzugeben. Bei jeder Absage kam der Gedanke „Sind wir wirklich so schlecht?“. Und bei Plattenfirmen und Agenten fing es mit „Das wird nie was“ an. Aber damals haben wir bereits Liveshows gespielt, hatten einige Fans, also es gab auch positives Feedback. Nach ca. 80 Versuchen kam langsam Interesse von verschiedenen Seiten, auch die Fangemeinde wurde größer, bis zu dem Fan, der sein Haus für unser erstes Album verkaufte. Heutzutage einen Plattendeal zu bekommen, ist sehr, sehr schwer. Denn da gibt es immer den, der hinter einem großen Schreibtisch sitzt und sagt: „Du musst ein großer Star werden, denn ich investiere einen Haufen Zeit und Geld in dich“. Für uns war es ein guter Test, ob wir es wirklich wollen. Ich würde es jederzeit wieder so machen, denn es ist gut, kämpfen zu müssen und den Erfolg nach all den Jahren als Belohnung zu sehen.

'The Voice of Germany' geht in eine neue Runde:

Die erste und zweite Episode läuft am 17. Oktober um 20:15 Uhr bei Pro7 und am 18.Oktober um 20:15 Uhr bei Sat1.

Fotos: WENN

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