"The Trust" auf DVD: Nicolas Cage plant das große Ding

The Trust: Big Trouble In Sin City
Jim Stone (Nicolas Cage) und David Waters (Elijah Wood) haben einen aberwitzigen Plan. Foto: Ascot Elite Home Entertainment © DPA

Was macht eigentlich Nicolas Cage? Ende der 90er Jahren hat er sich als smarter Indie-Schauspieler ("Arizona Junior", "Leaving Las Vegas") empfohlen, um danach vor allem als Action-Star ("Con Air") zum großen Kassenmagneten zu werden.

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Und dann brach dem US-Schauspieler irgendwie alles weg: Private Turbulenzen, Geldschulden und wenig erfolgreiche Filme ließen seine Karriere einknicken. Das heißt nicht, dass der Mann nichts zu tun hätte. Fast annähernd zehn Projekte hat Cage laut der Filmdatenbank "Imdb" für 2016/2017 in der Pipeline. Den Vorwurf zahlreicher Kritiker, er würde nur des Geldes wegen arbeiten, weist er aber scharf zurück.

Oliver Stones Drama "Snowden", das im September 2016 in die US-Kinos kommen soll, könnte Nicolas Cage wieder mehr in die Erfolgsspur bringen. Der Film über den US-Whistleblower Snowden ist mit Joseph-Gordon Levitt, Scott Eastwood und Tom Wilkinson jedenfalls hochkarätig besetzt.

Da musste Cage in den letzten Jahren schon eher kleinere Brötchen backen. "The Trust: Big Trouble in Sin City" (Ascot Elite Home Entertainment) ist solch ein Low-Budget-Film, der laut "Imdb" geschätzte neun Millionen Dollar gekostet haben soll. In Deutschland kam die einigermaßen skurrile Cop-Geschichte nicht ins Kino - jetzt aber ist sie auf DVD und Blu-ray erschienen.

Schauplatz ist Las Vegas: Die glitzernde und verführerische Zockerstadt in der Wüste Nevadas. Das Regie-Team Alex und Benjamin Brewer verfällt in "The Trust" jedoch nicht der Magie der bunten Lichter, ihr Film zeigt vornehmlich Ausfallstraßen, schmutzige Vororte und verkommene Hinterhöfe. Casinos spielen keine Rolle.

Gespielt aber wird trotzdem - ein gefährliches Spiel, auf das die beiden Cops Jim Stone (Nicolas Cage) und David Waters (Elijah Wood) sich da einlassen. Ihr Leben plätschert so dahin und findet mehr in der Asservatenkammer als auf der Straße statt. Dann kommen die beiden Buddys, die es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen, auf die "glänzende" Idee, einen gewaltigen Safe zu knacken, um ihr Ticket in die Zukunft zu lösen. Da beginnt der Trouble im Sündenbabel - und schon bald gibt es den ersten Toten.

Während in dem ebenfalls in Las Vegas spielenden Heist-Movie "Ocean's Eleven" elegante Gauner mit einem ausgefeilten Plan das große Ding durchziehen, sind in "The Trust" zwei echte Stümper am Werk, denen man nicht wirklich zutraut, dass ihr Plan von Erfolg gekrönt ist.

Ein bisschen mehr Spannung hätte "The Trust" gut getan, aber als ein Film über zwei komische Käuze in einer verrotteten Welt funktioniert der Film, der mit einigen schön-skurrilen Einfällen aufwartet, ganz gut. Und ein - leider nur einminütiger - Gastauftritt von Komiker-Legende Jerry Lewis, der schon lange mit Nicolas Cage befreundet ist, gibt es als Schmankerl dazu.


dpa
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