"The Light Between Oceans": Romanze mit Fassbender

The Light between Oceans
Tom (Michael Fassbender) und Isabel (Alicia Vikander) versuchen schon lange, ein Kind zu bekommen. Foto: Constantin © deutsche presse agentur
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Bei vielen Paaren ist die Sehnsucht nach eigenen Kindern groß. Manchmal aber klappt es nicht wie geplant. Was wäre man dann bereit zu tun? Diese Frage steht auch im Mittelpunkt des Dramas "The Light Between Oceans" - prominent besetzt mit dem Deutsch-Iren Michael Fassbender ("X-Men") und der schwedischen Oscarpreisträgerin Alicia Vikander ("The Danish Girl").

Fassbender spielt den vom Ersten Weltkrieg traumatisierten Tom, der sich als Leuchtturmwärter auf eine einsame Insel irgendwo bei Australien flüchtet. Dann lernt er Isabel (Vikander) kennen und lieben. Die beiden heiraten und versuchen, in der Abgeschiedenheit der Insel eine Familie zu gründen.

Als nach mehreren Fehlgeburten ein Boot mit einem Säugling zu ihnen treibt, geben sie das Mädchen kurzerhand als ihr eigenes aus. Dann aber finden sie heraus, wer die leibliche Mutter (Rachel Weisz) des Kindes ist und wie sie unter dem Verlust leidet. Die kleine Lucy behalten oder weggeben - eine hoch emotionale und moralische Frage.

So dramatisch die Geschichte aber auch klingt: Regisseur Derek Cianfrance ("The Place Beyond the Pines") findet keine Nuancen, sondern erschlägt die Zuschauer mit rührseligen Momenten, sehnsuchtsvollen Blicken und tieftraurigen Gesichtern. Hinzu kommt eine übertrieben-schwülstige Musikuntermalung von Komponist Alexandre Desplat.

Auch Fassbender und Vikander können da nichts retten. Während Fassbender eher blass wirkt, spielt Vikander viel zu forciert die leidende Mutter. Das alles führt dazu, dass einen das Melodram seltsam kalt lässt.


Quelle: DPA
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