'The Hateful Eight': Kurt Russel schwärmt von der Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino

Kurt Russell lehnte "Terminator" ab
Kurt Russell ist bald in "The Hateful Eight" im Kino zu sehen © Helga Esteb / Shutterstock.com

Seit dem 28. Januar ist Kurt Russell (64) in Quentin Tarantinos Western "The Hateful Eight" im Kino zu sehen. Für Russell ist es nach "Death Proof" die zweite Zusammenarbeit mit dem Kult-Regisseur. Ihn erfülle das mit Stolz, "wenn Quentin einen anruft und bittet, an einem seiner Filme mitzuarbeiten", gibt der 64-Jährige im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zu. "Es ist schön, dass er an einen denkt und glaubt, dass man eine seiner Figuren zum Leben erwecken und ihm beim Erzählen seiner Geschichte helfen kann." Außerdem machten Dreharbeiten mit Tarantino immer eine Menge Spaß. "Auf seinen Sets geht es immer hoch her."

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Keine Lust auf John Connor

Dass Russells Filme an den Kinokassen nicht immer die großen Kassenschlager waren, weiß der Hollywood-Star selbst. "Es stimmt, ich hatte eine sehr seltsame Karriere. Wenn man mit Filmen sein Geld verdient, hofft man immer auf das Beste. Aber ich habe immer schon Filme gemacht, weil ich die Geschichte und die Figuren mochte. Dann fügt sich hoffentlich der Rest zusammen", erklärt Russell. Sein Verhältnis zu den Filmkritikern sei schon immer schwierig gewesen. "Ich war nie einer ihrer Jungs."

Außerdem missfalle ihm das Schubladendenken der Filmbranche. "Es ist so eine Sache mit Hollywood. Die Leute hier lieben es, dich in eine Schublade zu stecken, dir ein Etikett anzupappen und dich entsprechend zu verkaufen." Bei ihm sei das jedoch immer schwierig gewesen, "weil ich nicht immer wieder dasselbe in unterschiedlichen Variationen spielen wollte".

 

"Ich wollte der Terminator sein"

 

So habe er nach seinem erfolgreichen Film "Die Klapperschlange" "fünfzig solcher Drehbücher gelesen - manche davon für ganz schön große Projekte", gibt Russell zu verstehen. "Man bot mir 'Terminator' an..." Doch er lehnte ab. Aus einem einfachen Grund: "Ich wollte nicht John Connor spielen, ich wollte der Terminator sein! Einen Roboter zu spielen, das klang nach Spaß." Doch dieser Spaß blieb bekanntlich Arnold Schwarzenegger vorenthalten.

Seit 32 Jahren ist Russell übrigens bereits mit Schauspiel-Kollegin Goldie Hawn (70, "Der Club der Teufelinnen") verheiratet. Für ein Hollywood-Paar eine verdammt lange Zeit. Warum es bei den beiden so gut klappt, vermag auch der Action-Star nicht zu sagen. Er hat sogar viel mehr eine sarkastische Sicht auf seine Ehe: "Ich habe keine Ahnung, ob unsere Beziehung schon derart angenagt ist, dass sie nur noch am seidenen Faden hängt und vielleicht noch heute Nachmittag reißt. Ich stelle mir einfach vor, dass wir uns erst heute kennengelernt haben, und ich versuche einfach, ich selbst zu sein. Oft zeige ich mich dabei vielleicht von meiner Schattenseite, und manchmal erkenne ich sogar aus ihrer Perspektive, dass ich nicht zum Aushalten bin!", so Russell im Gespräch mit der "FAS". Wenn die Waage jedoch insgesamt "in Richtung des Guten kippt, kann das funktionieren".

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