The Avengers 2 - Age of Ultron': Scarlett Johansson kann auch schwanger die Welt retten

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Scarlett Johansson in Marvel's 'The Avengers - Age of Ultron'
Scarlett Johansson macht in ihrer Rolle als Black Widow eine super Figur © dpa, Jay Maidment

3,5 von 5 Punkten

Planungsänderungen und ein äußerst knappes Zeitfenster waren die Folge von Scarlett Johanssons Schwangerschaft inmitten der Dreharbeiten zum neuen Blockbuster 'The Avengers –Age of Ultron'. Doch mit wachsendem Babybauch in ein hautenges Kostüm zwängen? Kann das gut gehen? Beim Anblick ihrer Performance im Film lässt sich jetzt allerdings bestätigen: Der 30-Jährigen ist NICHTS anzumerken. Sie springt, kämpft, fällt, boxt. Aufgeben steht nicht zur Diskussion, schließlich muss die bunte Truppe der Avengers nun zum zweiten Mal gemeinsam antreten, um - nicht wirklich originell - die Menschheit zu retten.

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Nachdem Regisseur Joss Whedon ('Buffy ') mit dem ersten Teil 'Marvel's The Avengers' einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten geschaffen hat, lag nun auch die Fortsetzung in seinen kreativen Händen. Die Chancen stehen also gut, dass sich Teil zwei sowohl für Marvel- als auch für Scarlett-Fans mehr als lohnt. Denn allein schon die Einstiegssequenz ist den Eintritt ins 3D-Kino wert. Mit einer ästhetisch fulminant umgesetzten Kampfszene, deren Zusammenhang mit der Haupthandlung allerdings fraglich ist, holt Whedon den Zuschauer von seinem Sitz und katapultiert ihn mit Lichtgeschwindigkeit ins Marvel-Universum.

Hier haben es die dynamischen Kämpfer wieder einmal mit einem übermächtigen Bösewicht zu tun, der den ganzen Planeten Erde auszulöschen versucht. ‚Ultron‘ heiß die terminatorähnliche Figur, die blöderweise auch noch von Milliardär Tony Starck/Iron Man selbst erweckt wurde. Das eigentlich zum Schutz der Menschheit erschaffene Friedenssystem mit künstlicher Intelligenz entwickelt plötzlich seinen eigenen Willen und sieht die Erlösung nur noch in der Zerstörung.

Zwischen Trümmern kommt es zu großen Gefühlen

Natürlich muss die selbst verursachte Katastrophe auch wieder von den Avengers in Ordnung gebracht werden. Gemeinsam mit Bruce Banner aka Hulk (Mark Ruffalo), Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth), Black Widow (Scarlett Johansson), Hawkeye (Jeremy Renner) hat Iron Man (Robert Downey Jr.) ein mittlerweile gut eingespieltes Team an seiner Seite. Und auch wenn die eine oder andere Meinungsverschiedenheit unter den Heroen zu hitzigen Diskussionen führt, braucht es keine Annäherungsphase mehr wie im ersten Teil. Es geht schneller und ereignisreicher zur Sache. Die gewonnene Zeit nutzt Regisseur Joss Whedon, um den Protagonisten mehr Tiefe zu verleihen. Er zeigt vor allem ihre Verletzlichkeit und Selbstzweifel, weswegen die Fortsetzung auch wesentlich düsterer daherkommt.

Einmal in die Gefühlswelt eingetaucht, ist sogar eine kleine Lovestory drin. Black Widow und Bruce Banner bekommen ihren innigen Moment und zeigen dem Zuschauer auf schauspielerisch höchsten Niveau die Abgründe ihrer Seele. Ist es wirklich Liebe oder doch nur Verzweiflung? Das fragen sich die beiden wohl selbst. Aber da das Ende der Welt bevorsteht, ist nicht wirklich viel Zeit für solch ein triviales Thema. Zwischen massig Action und Zerstörung werden die Kräfte der Avengers in zweieinhalb Stunden Spielzeit ganz schön beansprucht.Zum Schluss hin ist es leider etwas zu viel des Guten, sodass man sich ein Ende der ganzen Kämpferei wünscht.

Trotzdem findet Joss Whedon immer wieder den Moment für einen Lacher. Seine Helden sind selbstironisch und geben sogar der ausweglosesten Situation eine komödiantische Note. Bei Whedon bekommt jeder der Helden seinen besonderen Moment, deren Summe ‚Age of Ultron‘ zu einem unterhaltsamen Popcornkino mit eindrucksvollen 3D-Effekten macht. Wer Teil eins allerdings verpasst hat, holt ihn am besten vorher nach, sonst ist die nicht immer logische und komplexe Story schwer zu verstehen.

Kinostart: 23. April 2015

Genre: Action/Comicverfilmung

Originaltitel: Avengers: Age Of Ultron

Filmlänge: 141 Minuten

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