'The Amazing Spider-Man': Andrew Garfield ist ein würdiger Nachfolger

'The Amazing Spider-Man': Andrew Garfield ist ein würdiger Nachfolger
© Sony Pictures/Splash News

3,5 von 5 Punkten

Gerade mal zehn Jahre nach dem ersten 'Spider-Man'-Film kehrt der Comic-Held schon wieder als Remake zurück auf die große Leinwand. Allerdings hat Tobey Maguire nach drei Teilen sein hautenges Spinnenkostüm an den Nagel gehängt und überlässt jetzt Jungschauspieler Andrew Garfield das Weltretten. Dieser erweist sich in jeder Hinsicht als würdiger Nachfolger. Ursprünglich als Fortsetzung mit dem Original-Cast geplant, erzählt 'The Amazing Spiderman' die Anfänge von Peter Parker und seiner Verwandlung noch einmal von vorn.

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Nachdem seine Eltern aus unerfindlichen Gründen die Flucht ergreifen, muss Peter Parker (Andrew Garfield, 'The Social Network', 'Alles was wir geben mussten') bei seinem Onkel Ben (Martin Sheen, 'Love Happens') und seiner Tante May (Sally Field, 'Two Weeks') aufwachsen. Von seinen Mitschülern schikaniert, ist Gwen Stacey (Emma Stone, 'Leicht zu haben', 'Crazy, Stupid, Love') die Einzige, die Interesse an dem schüchternen Außenseiter zeigt. Die Rolle des Mobbing-Opfers findet jedoch ein schnelles Ende, als ein Spinnenbiss Peter Superkräfte verleiht. Von da an kann sich Peter gegen seine Mitschüler wehren und macht es sich zur Aufgabe den Mörder seines Onkels ausfindig zu machen, der bei einem Ladendiebstahl erschossen wurde. Doch schon bald hat der neue Superheld es mit einer viel größeren Bedrohung zu tun: Dr. Curt Connors (Rhys Ifans, 'Mr. Nice') hat sich mit Hilfe eines Serums in ein echsenähnliches Monstrum verwandelt und versetzt die ganze Stadt in Angst und Schrecken.

Für die Neubesetzung von Peter Parker haben die Macher mit Andrew Garfield den perfekten Nachfolger für Tobey Maguire gefunden. So schafft er mit Leichtigkeit den Spagat zwischen schüchternem Schwächling und smartem Superhelden. Man sympathisiert sogar mit Spider-Mans Feind Dr. Curt Connors/Lizard, der im Grunde nicht den klassische Bösewicht spielt, sondern vor seiner Verwandlung ein enger Freund der Familie war und sogar eine Art Vaterfigur für Peter. Auch Emma Stone war ein echter Glücksgriff für die Rolle der Gwen Stacey. Dass es zwischen ihr und Andrew Garfield nicht nur hinter der Kamera gefunkt hat, ist auf der Leinwand deutlich zu spüren. Seit den gemeinsamen Dreharbeiten sind die beiden nämlich auch im wahren Leben ein Paar.

Während Sam Raimi noch bei den ersten drei Spider-Man-Teilen Regie geführt hatte, nahm Marc Webb bei dem Remake das Zepter in die Hand. Der Regisseur feierte 2009 mit der romantischen Komödie '500 Days of Summer' sein Film-Debüt. Zwar wechselte er mit 'The Amazing Spider-Man' in ein völlig anderes Genre, doch auch hier dominieren die Themen über Selbstfindung, Erwachsenwerden und Herzschmerz. Nichtsdestotrotz bleiben Action und spektakuläre 3D-Effekte nicht auf der Strecke. Eine Neuauflage von Spider-Man wäre nach nur fünf Jahren nach dem letzten Teil sicher nicht notwendig gewesen, doch Webb schafft es dem Film eine ganz eigene Note zu verpassen. Vor allem für die Generation 'Twilight' ist der Film sicher sehenswert.

Von Mariana Jang

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