Terry: Lo-Fi-Charme aus Australien

Terry
Terry geben dem Sommer Drive. Foto: Upset! The Rhythm © DPA

Zwei Männer, zwei Frauen, zwei Paare, eine Band: Al Montfort, Zephyr Pavey, Amy Hill und Xanthe Waite sind feste Größe im australischen Underground, jetzt haben sie ihre Kräfte in der Band Terry gebündelt - "Terry HQ" (Upset The Rhythm/Cargo) heißt das Debüt.

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Gleich mit dem Opener "Moscow on the Thames" machen Terry klar, wo sie ihre Low-Fi-Charme-Offensive ansiedeln - in der Punk- und Post-Punk-Ära: wummernder Bass, straightes Schlagzeug, einprägsame Riffs - harmonisch umhüllt von bittersüßen Girl-Boy-Vocals, das dem Erstling seinen ganz besonderen Touch gibt.

Und dem Saxophon räumen Terry in "Don't Say Sorry" auch noch Raum ein: Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre war das mal ein ein verdammt cooles Instrument gewesen, das dann irgendwann - völlig zu Unrecht - in Verruf geraten ist. Die vier Australier kramen es wieder heraus, wenn auch nur kurz.

Allzu kompliziert oder gar vertrackt haben Terry ihre eingängen Songs nicht gestaltet, rüschen sie aber gerne auf mit Bläsersound, smarten Geklöppel oder enden auch mal in der Kakophonie. Gerade Songs ohne Schnickschnack. Pop-Ausflüge zu den Beatles und David Bowie inklusive.

So harmonisch der Gesang auf "Terry HQ" klingt, so ernst ist es den vier Australiern zuweilen. "Chitter Chatter" sei ein Song über "die Medien, Hass und Gewalt", ließ Al Monty das Magazin "The Fader" wissen.


dpa
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