Terézia Mora erhält den Bremer Literaturpreis 2017

Terézia Mora
Terézia Mora im Oktober 2016 auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Arno Burgi © deutsche presse agentur
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Die Schriftstellerin Terézia Mora erhält den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2017.

Ausgezeichnet werde die 1971 geborene Schriftstellerin, die zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren zähle, für den Erzählband "Die Liebe unter Aliens", teilte der Bremer Senat am Sonntag mit. Darin falte sie "mit Nüchternheit und Nachdruck gleichermaßen das Innenleben ihrer Figuren zu Panoramen der Seele" aus, begründete die Jury.

Den mit 6000 Euro dotierten Förderpreis erhält der 1984 in Sri Lanka geborene Senthuran Varatharajah für seinen Debüt-Roman "Vor der Zunahme der Zeichen". Der Bremer Literaturpreis ist den Angaben zufolge einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise in Deutschland und wurde erstmals 1954 vergeben.

Moras Texte erzählten von Einsamkeit und Verlorenheit, handelten von den Augenblicken des kurzen Glücks, von der Sehnsucht nach Liebe und vom anhaltenden Scheitern vor den Ansprüchen des Alltags, hieß es in der Begründung der Jury. Sie porträtiere sprachmächtig und mit Sinn für Rhythmus und Melodie "Menschen an den Bruchstellen ihrer Existenz". Mora wurde im ungarischen Sopron geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis.

Die Preise werden am 23. Januar 2017 im Bremer Rathaus verliehen.


Quelle: DPA
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