Teil 2: Exklusives-Interview mit Daniel Schuhmacher

Daniel Schuhmacher im Interview
Daniel Schuhmacher hat sagenhafte 15 Kilo abgenommen.

"Ich habe 15 Kilo abgenommen"

Auf dem Album-Cover trägst du lange Haare, was gefällt dir besser?

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Daniel: Das war eine Lebensaufgabe, die ich hatte. Ich wollte immer mal meine Haare wachsen lassen, um zu sehen, wie das aussieht. Irgendwann waren sie aber kaputt. Ich weiß nicht, wie Frauen das schaffen. Das war echt stressig. Ich bin aber sowieso schnell gelangweilt von Frisuren.

Spiegelt sich deine musikalische Identität auch in deinem Look wider?

Daniel: Ein Stückweit auf jeden Fall. Witzig ist, vor kurzem hat mich jemand gefragt, ob ich einen spontanen Imagewechsel vollzogen hätte. Das Album ist aber die Arbeit von zweieinhalb Jahren. Das hat sich also entwickelt. Jetzt habe ich das Gefühl, ich bin angekommen. Ich weiß was ich mache, wer ich bin, wie gut ich bin und was ich will. Das ist jetzt eine selbstbewusstere Version von mir.

Wenn man an Daniel Schuhmacher 2009 bei DSDS denkt, sehe ich einen schüchternen Jungen vor mir. Im Musikvideo 'Gold' sieht man dich mit freiem Oberkörper. Früher undenkbar.

Daniel: Hätte ich mich früher auch nie getraut. Das Nacktthema war natürlich auch auf den Song bezogen. 'Gold' handelt thematisch davon, sich selbst zu lieben, sich zu akzeptieren und mit seinen Fehlern klarzukommen. Ich habe das in den letzten Jahren gelernt. Früher habe ich an mit gezweifelt und nun weiß ich: 'Hey, du bist gut so wie du bist!' Jeder hat Fehler und seine Macken, aber das ist okay. Ein bisschen Ego ist aber auch dabei. In den letzten anderthalb Jahren habe ich 15 Kilo abgenommen und echt viel trainiert. Da dachte ich mir: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich weiß ja nicht, wie ich in einem Jahr wieder aussehe.

Schaust du noch gerne Castingshows?

Daniel: Ja, wenn ich Zeit habe. Ich schaue gerne ausländische vor allem englische Castingsshows. Bei uns in Deutschland ist es so, dass es leider immer weniger um die Musik geht, sondern mehr um die Storys – diesen Daily-Soap-Charakter. Das ist aber bei allen Castingshows so. Die kochen alle mit Wasser und machen alle das gleiche. Unterschied ist eigentlich nur: Alle bekämpfen sich und sagen, wir sind besser als die anderen. Ich fand es zum Beispiel bei uns 2009 bei DSDS super, dass wir eine Liveband hatten - eine richtig gute! Ich find es schade, dass die abgeschafft wurde und jetzt mehr auf Tänzer und so gesetzt wird. Grundsätzlich schaue ich das aber auf jeden Fall noch an.

"Vielleicht bin ich im Herzen doch noch der Bauer"

Daniel Schumacher im Interview
Hat eine Freundin, die ihm manchmal den Kopf zusammenhält - Daniel Schumacher.

Könntest du dir vorstellen, irgendwann Juror einer Castingsshow zu werden?

Daniel: Klar, kann ich mir das vorstellen. Ich höre grundsätzlich ganz unterschiedliche Musik und bin viel unterwegs. Bilde mir also ein, schon ein Feedback geben zu können.

Hast du denn noch Kontakt zu manchen aus der 2009er Staffel?

Daniel: Extremen Kontakt nicht, aber man schreibt sich gelegentlich mal.

Du bedankst dich im Booklet deines Albums bei einer Freundin und entschuldigst dich für deine verpeilte Art?

Daniel: Ich bin ein bisschen unorganisiert und verplane Sachen. Sie hält manchmal meinen Kopf zusammen.

Du wohnst in Pfullendorf in Baden-Württemberg. Viele Künstler ziehen irgendwann in Metropolen. Warum bleibst du deiner Heimatstadt treu?

Daniel: Ich war ein halbes Jahr in Berlin. Das hat mir gar nicht gepasst, das war mir zu groß – es war einfach nicht meins. Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt. Ich habe auch in Köln gewohnt, das fand ich super und finde ich immer noch. Trotzdem hat es mich immer wieder nach Hause gezogen. Dort ist mein Freundeskreis und meine Familie und die sind für mich einfach extrem wichtig. Ich brauche das und kann auch am besten Abschalten. Vielleicht bin ich im Herzen doch noch der Bauer.

Du hast eine unheimliche große Fanbase, warum bleiben dir die Menschen treu?

Daniel: Ich bin bei meinen Fans ehrlich und viele sind von Anfang an dabei. Sie verfolgen diesen Weg, auch den Kampf.

Ist deine Lieblingskünstlerin noch immer Kelly Clarkson?

Daniel: Sie ist mein Idol und wird das immer bleiben. Aber ich höre natürlich auch viele andere Künstler sehr gerne.

Im Booklet deiner neuen Platte schreibst du am Ende auch: 'Auf den Beginn in eine ganz neue Reise.' Wohin soll die Reise denn gehen?

Daniel: Ich wünsche mir, dass die Menschen offen sind und mich nun so wahrnehmen, wie ich bin.

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