Taylor Swift: Rassismus-Debatte um neues Musikvideo

Taylor Swift: Rassismus-Debatte um neues Musikvideo
Taylor Swift bei den MTV WMAs 2015 © Jordan Strauss/Invision/AP

Gerade dachte man, Mega-Star Taylor Swift (25) könnte in Bezug auf ihre Karriere nichts mehr falsch machen - und dann dieses Fettnäpfchen: Swifts neues Musikvideo zum Song "Wildest Dreams" spielt an einem Filmset im Afrika der 40er Jahre. Und Afrika sieht darin genauso aus, wie Weiße sich den Kontinent damals am liebsten vorstellten: Atemberaubende Savannen-Landschaft, wilde Tiere, Männer in schneidigen Tropenanzügen - und weit und breit keine Schwarzen in Sicht.

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Afrika ohne Schwarze?

Heutzutage stößt diese Darstellung natürlich auf breite Kritik. "Hat Taylor Swifts 'Wildest Dreams'-Musikvideo gerade ganz Afrika weiß gewaschen?", wundert sich etwa ein Twitter-User. "Taylor Swifts Video sieht aus wie der feuchte Traum eines Kolonialisten. Nur Weiße in Afrika und ein paar Tiere", ätzt ein anderer. Swift würde die Kolonialzeit verherrlichen und das Leid der schwarzen Bevölkerung ausblenden, urteilen auch die afrikanischen Autoren Viviane Rutabingwa und James Kassaga Arinaitwe in einem Beitrag für "NPR".

Die Sängerin selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht geäußert. Der Regisseur des Clips, Joseph Kahn, versuchte sich dagegen eher unbeholfen zu rechtfertigen: Die Produzentin des Videos sei ja immerhin schwarz - und obendrein "superheiß", schrieb er auf Twitter. Der Debatte um "Wildest Dreams" dürfte dieser Kommentar wohl eher nicht den Wind aus den Segeln nehmen...

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