Hollywood Blog by Jessica Mazur

Taylor Swift lässt sich ihre Beine für 40 Millionen Dollar versichern!

Taylor Swift lässt sich ihre Beine für 40 Millionen Dollar versichern!
© Dimitrios Kambouris

von Jessica Mazur

Taylor Swift ist mir hier in Los Angeles bislang nur ein einziges Mal über den Weg gelaufen. Das muss vor knapp zwei Jahren gewesen sein. In Beverly Hills vor dem Bouchon Bistro. Da Taylor das Café gerade verließ, als ich kam, dauerte unser kleines Zusammentreffen nur wenige Sekunden. Doch es hat ausgereicht, um festzustellen: Ja, die junge Dame (die zu diesem Zeitpunkt knappe Jeansshorts trug) hat extrem lange und schlanke Beine. Schön. Und offenbar einiges Wert. Denn wenn man den amerikanischen Medien glaubt, hat Taylor sich ihre langen Beine gerade versichern lassen. Für stolze 40 Millionen Dollar! Und warum? Weil – wie es heißt – Swift´s Karriere maßgebend von ihren Konzerten und ihrer Bühnenshow beeinflusst ist, und Beine, die nicht mehr tanzen können, der Marke „Taylor Swift“ finanziell erheblich schaden würden. Aha.

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Nun ist es ja nichts Neues, dass Promis ihre Extremitäten versichern. Im Gegenteil. Schon Bette Davis` versicherte ihre Taille und Comedian/Sänger Jimmy Durante seine berühmte Nase. So richtig populär würde das Ganze aber erst in den letzten 15 Jahren. Seitdem hat Mariah Carey ihre Beine, JLo ihren Hintern, Julia Roberts ihr Lachen und Dolly Parton ihre Brustimplantate versichern lassen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Doch wie läuft das eigentlich? Ruft man mal eben die Hamburg Mannheimer an oder hier drüben State Farm und holt ein paar Angebote für eine Körperteile-Versicherungen ein? Nicht ganz, aber fast. Ein Freund von mir arbeitet als Entertainment-Anwalt und dealt den lieben langen Tag mit Künstlerverträgen. Und er sagt, Körperteile versichern kann jeder. Man muss nur das nötige Kleingeld haben. Kanzleien, die diese Versicherungen vornehmen, nennt man „surplus lines“, und die Bekannteste von ihnen ist Lloyds of London, die so gut wie alle Promi-Versicherungen abfertigt. Der Abschluss der Versicherungen läuft, wie bei jeder anderen Versicherung auch. Man einigt sich auf Versicherungssumme X und muss dafür einmalig, monatlich oder jährlich eine Gebühr bezahlen. Wie teuer es ist, seine Beine für 40 Millionen Dollar zu versichern, konnte mir mein Freund leider nicht sagen, aber Taylor Swift wird´s eh egal sein. In der Regel übernehmen nämlich die Plattenfirmen diese Kosten. Nicht zuletzt auch, weil so eine „Body Part“ Versicherung jede Menge kostenlose PR mit sich bringt. Schließlich berichten die Medien weltweit darüber, wie auch gerade im Fall von Taylor Swift.

Sollte mir die Sängerin noch mal über den Weg laufen, werde ich also auf jeden Fall Abstand halten. Nicht dass ich am Ende noch für ein blutiges Knie o.ä. verantwortlich gemacht werde. Bei DEM Preisschild, kostet das vermutlich auch schon ein paar Tausender...;)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Jennifer Lopez
Diesen Hintern hat sich Jennifer Lopez versichern lassen © dpa, Claudio Onorati