Taylor Lautner in 'Atemlos - Gefährliche Wahrheit'

2 von 5 Punkten

Werwölfchen Taylor Lautner in seiner ersten großen Hauptrolle jenseits der ‚Twilight’-Serie. Doch kann ‚Atemlos’ mehr Menschen begeistern als den vorwiegend weiblichen und minderjährigen Fanclub des Hauptdarstellers?

Nathan Harper (Lautner) lebt eigentlich ein ganz normales Teenager-Leben. Er kommt aus guten Verhältnissen, feiert Partys mit seinen Freunden und ist heimlich in seine Nachbarin Karen (Phil Collins’ Tochter Lily) verliebt. Als der 18-Jährige auf einer Internetseite für vermisste Kinder auf ein Kinderfoto von sich selbst stößt, ändert sich sein Leben von einer Sekunde auf die andere.

Nathan erfährt, dass seine Eltern nicht seine leiblichen sind und, dass sein komplettes Leben eine Lüge ist. Noch während er versucht, seine wahre Identität herauszufinden, stürmen Killer das Haus seiner vermeintlichen Eltern und bringen die beiden um. Für Nathan beginnt ein Wettlauf ums Überleben. Die einzige Person, der er ab sofort noch vertrauen kann, ist seine Nachbarin Karen. Auf der Flucht vor CIA und Killern finden die beiden gemeinsam immer mehr Hinweise auf Nathans wahre Identität. Doch seine Gegner tun alles, um das zu verhindern…

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Mit ‚Twilight’-Star Taylor Lautner hat ‚Atemlos - Gefährliche Wahrheit’ einen Garant dafür, dass das junge Publikum die Kinos stürmen wird. Lautner glänzt in dem Film – wie auch schon in der ‚Twilight’-Saga – mit durchtrainiertem Oberkörper und überzeugt vor allem in den actionreichen Kampfszenen. Doch leider fällt es schwer, Lautner über die Kampfszenen hinaus ernst zu nehmen, was weniger an seinen schauspielerischen Fähigkeiten als am Drehbuch liegt.

Die Handlung des 'Thrillers’ lässt mehr als zu wünschen übrig. Die Agentenstory ist völlig an den Haaren herbei gezogen, und es gibt Momente, in denen man überlegt, ob das alles ernst gemeint ist oder ob man die Ironie der Story einfach nicht verstanden hat. So kommt Nathan bemerkenswert schnell über den Tod seiner Eltern hinweg, getrauert wird maximal 30 Sekunden lang.

Einer der Schergen will Nathan beseitigen, erzählt ihm vorher aber noch schnell, dass im Backofen eine tickende Bombe versteckt ist. Warum tut er das, wenn er den Jungen doch töten will?! Und wo zum Teufel kommt diese Bombe überhaupt plötzlich her?

Zum Nachdenken hat man allerdings nicht viel Zeit, denn die Schauspieler springen völlig sinnlos von einem Szenenbild ins nächste. Da finden Nathan und Karen Unterschlupf in der Wohnung eines guten Freundes, um zwei Minuten später zu überlegen, doch lieber zum Bahnhof zu gehen.

Auch Hollywoodgrößen wie Sigourney Weaver, Alfred Molina, Maria Bello oder Jason Isaacs in den Nebenrollen schaffen es leider nicht, die schlechte Story wett zu machen. Ein großer Lichtblick dieses Films ist da die 19-jährige Lily Collins, die unter anderem kürzlich neben Sandra Bullock in 'Blind Side’ glänzte. Sie spielt die Rolle der Karen mit großer Überzeugungskraft und stiehlt Taylor Lautner besonders in den emotionaleren Szenen die Show.

Fazit: Wer großer Taylor Lautner-Fan ist, Lust auf ein wenig Action und keine großen inhaltlichen Ansprüche hat, ist bei 'Atemlos – Gefährliche Wahrheit’ genau richtig. Alle anderen hätten von Regisseur John Singleton ('2 Fast 2 Furious’) vermutlich mehr erwartet.

Von Britta Heckeroth

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