'Tatort'-Star Ulrich Tukur über das Verhältnis zu den eigenen Eltern: "Sie sollen so sein, wie wir sie gern hätten"

Ulrich Tukur: Wir wollen unsere Eltern formen 
Ulrich Tukur © Cover Media

Ulrich Tukur (58) hat lange gebraucht, die eigenen Eltern so zu akzeptieren, wie sie sind. 

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Ein schwieriges Verhältnis 

In seinem neuen TV-Film 'Herr Lenz reist in den Frühling', der gestern [20. Juli] in der ARD lief, spielte der 'Tatort'-Star einen Spießbürger, der nach dem vermeintlichen Tod seines Vaters im Kampf mit der Vergangenheit steht und sich mit seiner Familie auseinandersetzen muss. Seine Rolle veranlasste den Schauspieler auch zu der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zu den eigenen Eltern.

"Wir mögen unsere Eltern nicht so, wie sie sind, und wollen sie nach unserem Bild formen. Sie sollen so sein, wie wir sie gern hätten - und das ist weder machbar noch statthaft. Auch bei mir hat es lange gedauert, bis ich meinen Frieden gefunden habe", erklärte er im Interview auf 'hna.de' und fügte auf Nachfrage der Publikation hinzu: "Mein halbes Leben [hat es gedauert]. Erst jetzt kann ich loslassen und sagen: Ihr seid so, wie ihr seid, und das ist auch gut so. Das ist ein langer Prozess, der auch wehtun kann."

Nach diesem Film ist Ulrich Tukur in einem Taunus-Krimi im ZDF zu sehen, im Oktober in der Hauptrolle eines Kinofilms und auch wieder in einem 'Tatort', gleichzeitig arbeitet er an einem Buch. Ganz schön viele Projekte auf einmal, deshalb legt der Filmstar dann erstmal eine Pause ein. Was er in der Zeit macht, verriet Ulrich Tukur im 'Bild.de'-Interview: "Ich möchte schon eine große Wanderung machen. Ob unbedingt mit einem Esel, weiß ich nicht, auf jeden Fall aber auf Schusters Rappen. Zwei, drei Monate durch Länder, die noch nicht mit Autobahnen, Strommasten und Windkraftanlagen zugepflastert sind."

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