'Tatort: Das Recht sich zu sorgen': So wird der Krimi am Sonntag

So wird der neue "Tatort: Das Recht, sich zu sorgen" aus Franken
Ermittlungen im Institut für Anatomie (v.l.n.r.): Kommissarin Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid), Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs), Hauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Prof. Magdalena Mittlich (Sibylle Canonica) © BR / Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hagen Keller

Mit "Tatort: Der Himmel ist ein Platz auf Erden" feierte der Bayerische Rundfunk 2015 die furiose Premiere des neuen Franken-Ablegers - riesiger Quotenerfolg inklusive. Nun folgt am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten die nächste Ausgabe "Tatort: Das Recht, sich zu sorgen" - was davon zu erwarten ist, lesen Sie hier.

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Zwei Mordfälle in einem Krimi

 

Das ist die Story

 

An einem frühen Sommermorgen findet Steffi Schwinn (Barbara Prakopenka), Tochter von Wirtsleuten, ihre Mutter erwürgt in der Gaststube liegen. In der Knochensammlung des Instituts für Anatomie der Universität Würzburg stößt der Doktorand Philip (Nils Strunk) auf einen fremden Schädel. Und vor dem Nürnberger Polizeipräsidium schlägt eine Frau ein Zelt auf, um dagegen zu protestieren, dass die Polizei sich weigert, ihren vermissten erwachsenen Sohn zu suchen. Drei Fälle, die von der Sehnsucht nach dem Gegenteil von Einsamkeit handeln und vom Recht, sich zu sorgen. Im Mittelpunkt ein fast perfektes Verbrechen.

 

Lohnt sich das Einschalten?

 

Jein. Es gibt zwei vollkommen unterschiedliche Mordfälle und einen Vermisstenfall, die eigentlich jeder für sich für einen eigenen Krimi ausgereicht hätten. So richtig verbunden, außer über die Kommissare und das titelgebende "Recht, sich zu sorgen", sind sie leider nicht. Allzu konstruiert wirkt außerdem die Liebesgeschichte zwischen Kommissarin Wanda und dem Doktorand Philip, der zu Beginn der Geschichte einiges ins Rollen bringt. Fast schon ein bisschen albern gerade auch die Szenen, in denen sich ein Tatverdächtiger in leuchtend weißen Shirt im Wald versteckt...

Ein fettes Lob geht dennoch an die brillant spielenden Schauspieler. Alle, bis auf einen: Extrem blass bleibt in dieser Ausgabe nämlich der meist für seine Auftritte so hochgelobte Fabian Hinrichs (*1974). An vielen Stellen wird man als Zuschauer das Gefühl nicht so recht los, dass er den sachlichen und norddeutschen Kommissar in der fränkischen Provinz vielleicht doch nicht so gerne spielen mag, wie seinerzeit den schrägen Assistenten Gisbert Engelhardt im München-"Tatort: Der tiefe Schlaf" (2012).

Sehr sehenswert sind dagegen erneut die Wald- und Landschaftsaufnahmen sowie der fränkische Lokalkolorit. Auch die filmisch noch nicht so verbrauchten Städte Würzburg und Co. sind eine Wohltat für Sonntagskrimi-Fans. Ebendiese dürfte auch interessieren, was man aus der Pathologie, die ja in keinem Krimi fehlen darf, Neues und Wissenswertes erfährt. Schon spannend...

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