't.A.T.u.‘-Star Julija Wolkowa: Homosexualität eine Frage der Ästhetik?

Julija Wolkowa und Jelena 'Lena' Sergejewna Katina
Als t.A.T.u. standen Julija Wolkowa (links) und Jelena 'Lena' Sergejewna Katina einst für sexuelle Offenheit und Toleranz. © PA, B0200 PA West

Julija Wolkowa: "Ich will nicht, dass mein Sohn eine Tunte ist"

t.A.T.u.-Sängerin Julija Wolkowa wurde mit der Inszenierung einer lesbischen Liebe berühmt. Nun schockt die 29-Jährige mit schwulenfeindlichen Aussagen. Einen schwulen Sohn würde sie "verachten", so die Sängerin laut Londoner 'Independent' in einer ukrainischen Talkshow. "Gott hat den Mann geschaffen, um sich fortzupflanzen. So will es die Natur. Einen homosexuellen Sohn würde ich nicht akzeptieren." Vorsintflutlich diese Einstellung.

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Doch Julija hatte sich da gerade erst warm gelaufen. Bei Lesben liege der Fall nämlich ganz anders, wie sie weiter sinnierte: "Lesben sehen zusammen einfach viel hübscher aus als zwei Männer, die Händchen halten und sich küssen." Aha, also alles bloß eine Frage der Ästhetik, oder wie? "Ich will klar stellen, dass ich nichts gegen Schwule habe. Ich will nur nicht, dass mein Sohn eine Tunte ist." Wer glaubt, damit sei die Triade endlich am Ende, der irrt.

"Ich habe viele schwule Freunde. Und ich glaube, dass Schwulsein immer noch besser ist, als ein Mörder, ein Dieb oder drogenabhängig zu sein", führte Walkowa weiter aus. Nach dieser Aussage dürfte sich das mit den schwulen Freunden wohl erledigt haben...

2006 klangt das aber noch ganz anders, Julija Wolkowa

Julija Wolkowa
Julija Wolkowa predigte einst Toleranz und sexuelle Offenheit - heute sieht sie das anders. © Instagram Julija Wolkowa

Und das alles von einer, die mit ihrer vermeintlichen sexuellen Offenheit und Toleranz einst jede Menge Kohle machte. Zusammen mit Jelena 'Lena' Sergejewna Katina gründete sie 1999 das Duo t.A.T.u. - und erregte die Gemüter mit dem bewussten Brechen von Tabus. Auch durch ihre vorgebliche lesbische Beziehung.

2006 tönte Wolkowa noch in einem Interview: "Wir glauben, dass es nicht wichtig ist, wen man liebt. Wir wollen zeigen, dass ein Junge einen Jungen lieben und ein Mädchen ein anderes Mädchen lieben kann. Wenn alle Menschen sich lieben würden, wäre es leichter, in dieser Welt zu leben. Aber wenn Leute von Hass getrieben sind, kann daraus nie etwas Gutes entstehen". Heute zeigt sich, dass diese Aussage nichts weiter als pures Kalkül gewesen ist, um die Plattenverkäufe anzuheizen.

Foto: dpa/ Instagram Julia Wolkowa

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