Super knuffig: Pinguin auf großer Mission

Super knuffig: Pinguin auf großer Mission

Der kleine abenteuerlustige Pinguin Jasper (gesprochen von Malte Arkona) ist das ‚schwarze Schaf’ seiner Kolonie am kalten Südpol. Anstatt wie seine Artgenossen den ganzen Tag bloß herumzustehen und dem Schnee zu trotzen, glaubt er fest daran, dass es mehr geben muss als seine antarktische Heimat. Viel lieber möchte er die große, weite Welt entdecken. Bald scheint seine Chance gekommen: Auf einer Eisscholle treibt der abgedrehte Paradiesvogel Kakapo (lustig synchronisiert von Rufus Beck) daher und stellt Jaspers Leben völlig auf den Kopf!

Kakapo behauptet, der zwielichtige Limonadenfabrikant Dr. Block (gewohnt souverän und herrlich fies von Christoph Maria Herbst synchronisiert) hätte wertvolle Eier aus seinem Nest gestohlen, mit denen er nun Böses im Schilde führt: Block will eine teuflische Brause brauen, die alle Kinder dieser Welt gefügig und willenlos macht. Jetzt braucht der grüne Plapperschnabel Kakapo dringend Hilfe bei der Jagd nach den entführten Eiern!

Jasper zögert nicht lange und schnappt sich seinen kleinen Bruder Junior, um mit ihm und dem ziemlich ängstlichen Kakapo die Verfolgung des miesen Eierdiebes aufzunehmen. Schließlich landen die drei auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff, auf dem sich der böse Dr. Block und seine fiesen Gehilfen gerade aufhalten.

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Super knuffig: Pinguin auf großer Mission

An Bord lernen sie die vorlaute, aber liebenswerte Emma, die Tochter des Kapitäns, kennen. Zusammen stürzen sich die vier Hobbydetektive in ein liebevoll inszeniertes Animationsabenteuer, das sich vor allem an ganz kleine Filmfans richtet.

„Jasper“, der den Zuschauern bereits aus den Kurzgeschichten in der „Sendung mit der Maus“ bekannt sein dürfte, schafft wie zuvor „Der Mondbär“ den Sprung vom Bildschirm auf die Kinoleinwand. Eckart Fingberg, der schon die 52 jeweils fünfminütigen TV-Episoden als Autor kreiert hat, führte erstmals auch Regie. Es gelingt ihm, den Stil und Look der Fernsehserie in ein tragfähiges Kinoabenteuer zu verwandeln. Klare, sehr einfache Animationen, eine simpel strukturierte Story und die großflächigen Hintergründe und Figuren garantieren absolut kindgerechte Unterhaltung, an der auch Mama und Papa ihren Spaß haben werden!

So sind ein Abseilmanöver im Stil von „Mission Impossible“ und ein „knallhartes“ Fitness-Training als Vorbereitung für die „Operation entführte Eier“ mit der berühmten „Rocky“-Titelmusik lustige Zitate, die besonders die ältere Generation erfreuen dürften.

Die witzige, jedoch in gefährlichen Situationen äußerst hinderliche Eigenschaft der Kakapo-Vögel, sich bei Angst wie ein Kugelfisch aufzublähen, trifft hingegen genau den Humor-Nerv der ganz Kleinen.

Pädagogisch wertvoll ist das Ganze auch noch, da hier vier Fremde auf ihrer spannenden Reise zu Freunden werden und lernen, sich zu helfen und füreinander da zu sein. Allerdings verliert die Handlung trotz der ultrakurzen Spielzeit von 82 Minuten mitunter an Tempo, was besonders für Kernzielgruppe der Kindergartenkinder eine echte Geduldsprobe darstellen dürfte.

Für Knirpse, die gut stillsitzen können, ist dieser abenteuerliche Animationsspaß trotz seiner Schwächen ein quietschbuntes Kinovergnügen, das mit seiner Geschichte über Freundschaft und Mut einfach zeitlos ist.

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