Streit um Udo Jürgens' Erbe

Streit um Udo Jürgens' Erbe
Udo Jürgens bei einem seiner letzten Konzerte im Dezember 2014 © ddp images

Das hätte Udo Jürgens (1934-2014, 'Der Mann ist das Problem') sicher nicht gewollt: Unter seinen Hinterbliebenen soll ein Streit um das Erbe des Sängers ausgebrochen sein. In seinem Testament hatte Jürgens wohl nach Schweizer Erbrecht seine beiden ehelichen Kinder John und Jenny Jürgens sowie seine letzte Lebensgefährtin Michaela Moritz als Erben benannt, wie John Jürgens der Zeitschrift 'Bunte' erklärte. Außerdem seien die unehelichen Töchter Sonja Jürgens und Gloria Burda "Vermächtnisnehmerinnen". Anders als die Erben haben sie damit kein Mitspracherecht bei der Verwaltung des Nachlasses.

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Nachlass blockiert

 

Die meisten Erben können mit dem Testament gut leben

 

John Jürgens zufolge sei das Erbe gerecht verteilt: "Jeder kennt seine Quote und ich kann mit der Entscheidung meines Vaters sehr gut leben", sagte er der Zeitschrift weiter. "Man könnte im Prinzip sagen, dass Udo sein Vermögen in etwa durch fünf geteilt hat, seine vier Kinder und seine Lebensgefährtin. Er war da sehr fair und gerecht."

Nur eine ist mit dem Arrangement offenbar nicht einverstanden: "Meine Halbschwester Gloria hat Einsprache gegen die Erteilung des Erbscheines erhoben, was zur Folge hat, dass der Nachlass blockiert ist", erklärte John Jürgens. Im Mai 2015 hatte Gloria Burda der 'Bild' bestätigt, dass sie das Testament infrage stellen werde. 

Da zudem Einspruch gegen Udo Jürgens' Bruder Manfred Bockelmann und Werner Weber als Testamentsvollstrecker eingereicht wurde, stehe der gesamte Nachlass nun unter amtlicher Erbschaftsverwaltung.

 

Höhe des Nachlasses noch unbekannt

 

Bis die Streitigkeiten geklärt sind, sollen keine der Parteien Zugriff auf das Erbe haben. Wie groß der Nachlass überhaupt ist, sei dabei laut John Jürgens noch unbekannt, "weil die immateriellen Werte wie Songs, Rechte etc. noch bewertet werden müssen. Was ist denn zum Beispiel ein Lied wie 'Griechischer Wein' wert? Wer weiß das? Wir haben alle noch keine Zahlen, wir wissen nur, wer auf wie viel Prozent des Erbes Anspruch hat."

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