StreetDance 3D: Coole Moves und heiße Jungs

'StreetDance 3D': Erster Tanzfilm in 3D

StreetDance 3D: Coole Moves und heiße Jungs

Wer glaubt, dass auf dem Markt der Tanzfilme schon alles da gewesen ist, der irrt. Bei ‚StreetDance’ kommen die Briten mit einer neuen Idee um die Ecke: Tanzen in 3D. Das ist nicht nur sehenswert, weil gutaussehende, durchtrainierte Jungs und Mädels scheinbar durch den Kinosaal fliegen – der ganze Film besticht mit witzigen Dialogen, einer gut gefilmten London-Kulisse und cooler Musik.

Für die junge Tänzerin Carly (gespielt von Nichola Burley) läuft eigentlich alles rund: Sie hat zusammen mit ihrer Streetdance-Crew gute Aussichten, einen Wettbewerb zu gewinnen. Wenn da nicht Jay wäre, ihr Mistkerl von Freund und bester Tänzer der Truppe: Er lässt Carly samt Team von heute auf morgen sitzen und verschwindet. Damit geht der Crew nicht nur ihr Anführer und Star-Tänzer flöten, die jungen Streeterdancer haben ohne Jay auch keinen Raum zum Trainieren.

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Sexy Tänzer, coole Moves und laute Musik

Carly findet schließlich Hilfe, wo sie am allerwenigsten damit gerechnet hätte: in den pompösen Hallen einer britischen Ballettschule. Zwischen Jungs in Strumpfhosen und Mädels in Ballettanzügen macht ihr Lehrerin Helena (gespielt von Charlotte Rampling) ein Angebot: Sie dürfen die Räume nutzen, wenn sie die Ballettschüler in ihr Training einbeziehen. Die Streetdancer sind wenig begeistert, hochnäsigen und uncoolen Ballett-Tänzern ihren Tanzstil näher zu bringen, und auch die Balletttänzer wollen sich von der Truppe im Hip-Hop-Look nichts beibringen lassen. Trotzdem lassen sich alle auf den Deal ein und es kommt, wie es kommen muss: Zwischen beiden Lagern knallt es gewaltig, und der Gewinn des Wettbewerbs rückt in weite Ferne. Zum Glück hat Ballett-Tänzer Tomas (gespielt von Richard Winsor) in letzter Sekunde die rettende Idee.

Zugegeben, die Story ‚Ballett meets Hip Hop’ kennen wir aus Filmen wie ‚Save The Last Dance’ oder ‚Center Stage’. Sie hält auch nicht viele Überraschungen parat, stattdessen ist nach 30 Minuten klar, wie der Film endet. Das stört aber überhaupt nicht, denn die spektakulären Tanz-Szenen trösten über inhaltliche Schwachstellen hinweg. Die besten Streetdancer Englands, darunter ‚Britain’s Got Talent’-Gewinner George Sampson, werden von den Regisseuren Max Giwa und Dania Pasquini gekonnt in Szene gesetzt. Die 3D-Effekte erledigen den Rest: Immer wieder schlägt man als Besucher erschrocken die Hände vors Gesicht, weil ein saltoschlagender Tänzer direkt auf einen zuspringt.

Während fast alle Darsteller aus der britischen Streetdance-Szene kommen, musste Hauptdarstellerin Nichola Burley Streetdance erst lernen. Und siehe da, die junge Schauspielerin kann mithalten: Flickflacks und Salti sehen wir von ihr zwar nicht, aber immerhin legt sie einen einarmigen Handstand aufs Parkett – auch das will gelernt sein! Ihr Filmpartner Richard Winsor macht dagegen das, was er sowieso am besten kann: Ballett-Tanzen. Und beweist dabei: Manchmal gibt es tatsächlich nichts Heißeres als Männer in Strumpfhosen.

Sexy Tänzer, coole Moves und laute Musik - alles in allem genau das Richtige, um eine durchtanzte Nacht einzuleiten: Also ab ins Kino, eine Portion gute Laune tanken und anschließend die Tanzflächen der Stadt unsicher machen.

Von Leonore von Papp

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