Hollywood Blog by Jessica Mazur

Stewart oder Hilton: Der Name macht's

Stewart oder Hilton: Der Name macht's
Stewart oder Hilton: Der Name macht's

von Jessica Mazur

Ich hatte heute Morgen einen Zahnarzttermin beim Dentist meines Vertrauens auf dem Wilshire Boulevard. An sich nichts Ungewöhnliches, doch als mich die Sprechstundenhilfe aufrief (die ich schwöre noch weißere Zähne als Nadja Abd El Farrag hat), passierte etwas sehr Merkwürdiges: erstens wurde ich mit meinem vollständigen Namen aufgerufen, was in Amerika eigentlich so gut wie nie passiert, da hier ja alle per Du sind und man sich nur mit Vornamen anspricht, und zweitens schaute mich die Frau leicht komisch an, fast schon bewundernd. Ich dachte erst, ich werde gelobt, weil ich mir vor dem Termin so brav die Zähne geputzt habe ;-), aber die Frau hatte ein ganz anderes Anliegen, sie fragte mich nämlich ganz interessiert: Jessica, are you related to Kurt Masur? Als ich die Frage verneinte und erklärte, dass ich leider a.) überhaupt nichts mit dem berühmten Dirigenten zu tun habe und b.) der Mann sich außerdem mit "s" anstatt mit "z" schreibt, war allerdings auch ganz schnell Schluss mit bewundernden Blicken und ich wurde ohne weitere Beachtung in 'Room Three' geschickt.

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Wie doof von mir! Ich hätte einfach sagen sollen: Sure, it's my Grandfather! Vielleicht hätte ich dann einmal schneeweißes Hollywood Smile for free bekommen...;-) Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber so ganz abwegig ist der Gedanke nicht. Denn wenn man einmal darüber nachdenkt, hat hier in Hollywood der richtige Nachname in der Vergangenheit schon so einiges bewirken können und nicht nur einmal dafür gesorgt, dass die eine oder andere Hollywood Göre alleine durch ihren Namen selbst eine Berühmtheit wurde.

Bei Starlets, wie Paris Hilton und Nicole Richie, die mittlerweile dafür berühmt sind, berühmt zu sein, hat der Nachname zum Beispiel ganz sicher für den ersten Einstieg ins Scheinwerferlicht gesorgt. Und Kelly Osbourne hätte vermutlich auch kein Album auf dem Markt oder dürfte am Broadway auftreten, wenn sie nicht "die Tochter von..." wäre.

Ähnlich verhält es sich mit Kimberly Stewart, die ihre paar Modeljobs wohl auch in erster Linie Papa Rod zu verdanken hat oder Bruce Willis' Tochter Rumer, die ein-/ zweimal in Mamas und Papas Filmen mitspielen durfte und sich daraufhin bereits beschwerte, wie anstrengend "berühmt sein" sein kann...

Ohne Frage, mit dem richtigen Nachnamen ist berühmt werden in Hollywood heutzutage ein Kinderspiel! Vielleicht sollte ich deshalb tatsächlich einmal darüber nachdenken, das "z" in meinem Nachnamen zu einem "s" umzugestalten. Dann lasse ich mich noch zwei/ drei Mal ohne Unterhöschen fotografieren und könnte schon im nächsten Jahr mein eigenes Parfüm auf den Markt bringen...;-) Klingt doch nicht schlecht!

Die Sache hat nur einen Haken...! Die freundliche Zahnarzthelferin dürfte unter den Hollywoodianern nämlich eine absolute Ausnahme gewesen sein, was das Wissen betrifft, wer Kurt Masur ist...!

Da ist dann auch egal, ob mit "s" oder "z", es müsste dann schon eher so was sein wie Hasselhoff oder Stallone, und DAS muss dann ja doch nicht sein...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

 

 

Stewart oder Hilton: Der Name macht's
© Bild: Jessica Mazur