Steven Spielberg: 'E.T.' weckte seine Vatergefühle

Steven Spielberg entdeckte Vatergefühle durch 'E.T.'
Steven Spielberg © Cover Media

Steven Spielberg (69) erkannte durch 'E.T.', dass er Vater werden wollte.

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"Ich wollte nie Vater werden"

Der Filmemacher ist für einige der erfolgreichsten Filme aller Zeiten verantwortlich, so brachte er Klassiker wie 'Der weiße Hai', 'Indiana Jones', 'Jurassic Park' und eben 'E.T. - Der Außerirdische' auf die Leinwand. Letzterer hat sein Leben grundlegend verändert.

"Nicht so sehr wegen des Erfolges, sondern weil ich ein so enges Verhältnis zu den drei Kindern im Film aufbaute. Vor dem Film wollte ich eigentlich nie Vater werden, ich war glücklich als Junggeselle und konnte mir nichts anderes vorstellen. Doch dann wuchsen mir diese Kids so unglaublich ans Herz, dass Drew Barrymore sogar mein Patenkind wurde. Und drei Jahre später kam mein erster eigener Sohn zur Welt", erinnerte sich der mittlerweile sechsfache Vater im Interview mit der 'Stuttgarter Zeitung'.

Ein weiteres wichtiges Projekt seiner Karriere war 'Schindlers Liste', ein Film, den er nicht nur für sich, "sondern als Dienst an der Öffentlichkeit" gedreht habe. "Der Film hat viel Gutes bewirkt und tut es noch; er hat viel Aufmerksamkeit auf die Folgen von Hass und die Bedeutung eines Genozides gelenkt", erklärte Spielberg, der die Wichtigkeit des Dramas auch heute noch sieht. "Antisemitismus, Homophobie, Islamphobie - all diese schrecklichen Dinge, die dieser Tage wieder überall vorhanden sind, lassen sich mittels des Films verhandeln. Vor allem erinnern 'Schindlers Liste' und die Arbeit der daraus hervorgegangenen Shoah-Stiftung uns immer wieder aufs Neue daran, dass so etwas wie damals unter Hitler auch heute wieder passieren könnte."

Antisemitismus erlebte Steven Spielberg als Kind übrigens auch am eigenen Leib. "Wir waren aus New Jersey nach Arizona gezogen, wo sie keine Juden kannten, nur seltsame Geschichten über sie. Es war eine schlimme Zeit für mich", gab er im Interview mit der 'Zeit' zu. "Auch wenn die Schikanen nicht systematisch kamen. Aber ich habe es doch nie vergessen. Es musste gar nicht jeden Tag stattfinden, um schlimm zu sein."

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