Steve McQueen: hart, herzlich, humorvoll

Steve McQueen
Der Durchbruch von Steve McQueen © picture alliance / United Archiv, United Archives/IFTN

Steve McQueen: Vom Nobody zum Kassenschlager

Steve McQueen ließ sich im Jahre 1952 in New York zum Schauspieler ausbilden und gab 1956 sein Leinwanddebüt als Mitglied einer Jugendgang in dem Boxerfilm 'Die Hölle ist in mir'.

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McQueen übernahm zunächst weiterhin kleinere Rollen, so etwa im Kriegsdrama 'Wenn das Blut kocht' oder in der Science-Fiction-Produktion 'Blob – Schrecken ohne Namen'. 1958 wurde Dick Powell, Leiter der Produktionsfirma Four Star Production, auf den jungen Darsteller aufmerksam und engagierte ihn für die Rolle des Josh Randall in der TV-Serie 'Wanted: Dead or Alive', welche McQueen national bekannt machte. 1960 spielte er dann im Wild-Western-Film 'Die glorreichen Sieben', ein Remake des Evergreen 'Die sieben Samurai' von Akira Kurosawa, neben Yul Brynner und Charles Bronson einen der sieben Revolverhelden.

Der internationale Durchbruch beim Film gelang McQueen dann mit dem Drama 'Cincinnati Kid', in welchem er an der Seite von Edward G. Robinson einen Pokerspieler mimte. Es folgten weitere Hits wie der Krimi 'Bullitt' oder das Kriegsdrama 'Kanonenboot am Yangtse-Kiang'. Einen weiteren großen Erfolg landete der Schauspieler mit seiner hochgelobten Darstellung im Kriegsfilm 'Gesprengte Ketten'; welcher die Geschehnisse, welche sich im deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag Luft III zugetragen haben sollen, thematisiert. Kurz darauf stand Steve McQueen für das Drama 'Junior Bonner' vor der Kamera; neben Ali MacGraw, seiner späteren Ehefrau, drehte er den Krimi 'Getaway'. 1969 kam eine von McQueens wenigen Filmkomödien in die Kinos: In 'Der Gauner' mimte er den Chauffeur Boon Hogganbeck, der mit dem Enkel seines Arbeitgebers unerlaubterweise auf Spritztour geht und dabei von einer Katastrophe in die nächste stolpert.

McQueen brachte es im Laufe seiner Karriere zu einigen Paraderollen, berühmt wurde er vor allem im Film 'Thomas Crown ist nicht zu fassen' als reicher Geschäftsmann Thomas Crown, der aus Langeweile einen Banküberfall begeht. Den Höhepunkt seiner filmischen Laufbahn markiert jedoch unangefochten die Romanverfilmung 'Papillon' von 1973. McQueen übernahm hier neben Dustin Hoffman die Rolle des Henri Charrière, der zur Zwangsarbeit im berüchtigten Strafgefangenenlager in Französisch-Guayana verurteilt wird und mehrfach versucht auszubrechen. Im folgenden Jahr war McQueen an der Seite von Paul Newman im Katastrophenfilm 'Flammendes Inferno' zu erleben, welcher ebenfalls zum Kassenschlager wurde.

Aufsehen erregte der beliebte Schauspieler dann 1978 in der Rolle des Arztes Dr. Thomas Stockmann, der die Menschen vor verseuchtem Wasser zu warnen versucht und daher als Volksfeind geächtet wird, in der gleichnamigen Verfilmung von Henrik Ibsens Bühnenstück 'Ein Volksfeind'. Mit dieser Rolle als Gutmensch distanzierte sich McQueen von seinem bisherigen Image als Actiondarsteller. In seinem vorletzten Film, dem Western 'Ich, Tom Horn' übernahm Steve McQueen 1979 die Rolle des gealterten Cowboys Tom Horn.

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