Stephan Luca: "Das Wichtigste für einen Vater ist Zeit"

Stephan Luca: "Das Wichtigste für einen Vater ist Zeit"
Als "Super-Dad" muss sich Stephan Luca unter anderem als Barkeeper beweisen © Sat.1/Melanie Cleary

Ihr Kinderlein kommet... Davon will Stephan Luca (40, "Heiter bis wolkig") alias Mark im TV-Film "Super-Dad" (26. Mai, um 20:15 Uhr in Sat.1) gar nichts wissen. Perfekt für ihn, dass seine Verlobte (Stefanie Stappenbeck) genauso denkt. Doch plötzlich erfährt Mark: Weil er sich in jungen Jahren als Samenspender ein paar Euro dazuverdient hat, ist er jetzt Vater von 99 Kindern.

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Der "Super-Dad" im Interview

Und jedes einzelne von ihnen ist nun Feuer und Flamme, seinen Erzeuger kennen zu lernen. Denn Kinder, die mithilfe einer Samenspende gezeugt wurden, haben laut der deutschen Rechtsprechung einen Anspruch darauf, die Identität ihres biologischen Vaters zu erfahren. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der zweifache Vater und "Super-Dad"-Hauptdarsteller Luca über seine Meinung zu diesem Urteil und über seine ganz private Einstellung zum Thema Vatersein.

 

Was macht denn einen "Super-Dad" in ihren Augen aus?

 

Luca: Das muss man glaube ich eher die Kinder fragen und denen überlassen, irgendwann mal das Urteil zu fällen. Das ist für Väter und Mütter immer schwer zu beantworten. Der Faktor Zeit ist aber sicherlich immer ein sehr entscheidender.

 

Sie sind selbst Vater von zwei Töchtern. Wie weit weg sind Sie vom "Super-Dad"?

 

Luca: Das weiß ich nicht, aber natürlich arbeite ich darauf hin. Das sollte jeder Papa versuchen.

 

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag mit Ihren Kindern aus?

 

Luca: Für mich sind ganz oft die kleinen Momente im Alltag sehr schön. Ob beim Frühstück, Abendessen oder auch beim Abholen aus der Schule. Natürlich kann man tolle Tage auch inszenieren, vor allem in der Natur. Aber das Wichtigste ist Zeit und das ist großer Luxus. Kleinigkeiten machen einen perfekten Tag aus und nicht das große Show-Programm.

 

Im Film werden sie unverhofft Vater von 99 Kindern. Könnten Sie sich das in der Realität überhaupt vorstellen und wie würden Sie reagieren?

 

Luca: Ich glaube nicht, dass es ein Fest für mich wäre. Wie der Herr im Film auch, würde ich als allererstes zum Anwalt rennen. Ich wäre genauso geschockt. Nein, im Ernst. Das ist zwar durchaus nach dieser Gesetzesänderung ein heikles Thema, aber unser Film ist immer noch eine Komödie. Wir arbeiten dort natürlich bewusst auch mit Überhöhung. Aber es wäre natürlich ein kleiner Schock, der einem sicherlich erstmal zu schaffen machen würde.

 

Finden Sie es gut, dass Kinder die aufgrund einer Samenspende gezeugt wurden, das Recht auf den Namen des Vaters haben?

 

Luca: Im Prinzip ja, es sensibilisiert beide Seiten und das ist erstmal gut. Aber ich kann sehr gut auch die Argumente der Gegenseite verstehen. Vor allem Väter, die vor Jahren in einer Gewissheit der Anonymität gespendet haben und nun mit einer neuen Gesetzeslage konfrontiert werden. Demgegenüber steht aber natürlich das Recht eines jeden Kindes, zu erfahren, wer der leibliche Vater und Erzeuger ist. Es ist wirklich eine schwierige Situation, die wir im Film auch deutlich und emotional ansprechen.

 

Sie haben in einem früheren Interview davon gesprochen, mit dem Schönling-Image aufräumen zu wollen. Haben Sie das Kapitel bereits hinter sich?

 

Luca: Ich bin wahrscheinlich noch mitten drin in diesem Prozess. Aber ehrlich: Dieses Image kam nie von mir, es wurde mir von außen zugetragen. Ich bin keiner, der Schauspieler wurde, weil er ein "Good-Looking-Guy" ist und mittlerweile haben das auch die meisten kapiert. Mich interessierten schon immer der Charakter einer Rolle, die Unterschiedlichkeiten der Figuren und der Reiz, in andere Personen schlüpfen zu können.

 

Komödie, Krimi, Drama oder Theater. Sie glänzen in vielen Genres. Was sehen Sie privat denn am liebsten?

 

Luca: Ich liebe die Verwandlung, unterschiedliche Genres, unterschiedliche Herangehensweisen. Ich kann mich auch an mittelprächtigen Filmen wie "Transformers" erfreuen, wenn ich eine kleine Szene entdecke, die mir besonders gut gefällt. Aber ich schaue nicht nur Drama oder Komödie oder Action. Ich liebe den Film in allen seinen Facetten.

 

Sind sie eher der Film-Typ oder schauen Sie auch Serien?

 

Luca: Ich bin kein Serien-Gucker. Ich mag es, wenn eine Geschichte kompakt ist und in circa zwei Stunden der Bogen gespannt wird. Ich schaue immer mal wieder in Serien rein, aber generell mag ich das Genre Film lieber.

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