'Step Up: All In' mit Ryan Guzman & Adam G. Sevani: Tanz top, Handlung Flop

Briana Evigan und Ryan Guzman spielen in 'Step Up: All In'
Andie (Briana Evigan) und Sean (Ryan Guzman) kommen sich in 'Step Up: All In' näher.

2 von 5 Punkten

Eines Tages wird es einen Tanzfilm geben, in dem am Ende nicht die eigentlich unterlegene Crew als Sieger aus DEM großen Battle des Jahres hervorgeht. Es wird keinen noch so vorhersehbaren Underdog-Sieg geben. Und natürlich auch kein herzerweichendes Happy End zwischen den Crew-Leadern, die sich zuvor noch so verhasst gestrittenen hatten. Aber wie auch immer – bis es so weit ist, bleiben wir den Prinzipien treu. Und gucken einen weiteren Film mit tollen Tanzsequenzen und wenig Inhalt. Hier kommt 'Step Up: All In'.

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Von Janina Lenz

Die Geschichte ist schnell erzählt: Monate nach dem großen Triumph in Miami sieht Sean (Ryan Guzman, 'Step Up: Miami Heat') seine Hollywoodträume und die seiner Freunde platzen. Es kommt, wie es kommen muss: Crew weg, Freundin weg und die Karriere als Tänzer liegt brach. Hier kommt sein alter Freund Moose (Adam G. Sevani, 'Step Up to the Streets') ins Spiel. Mit ihm zusammen will er die letzte Chance nutzen, eine neue Crew zusammenzustellen, um bei einem der konkurrenzträchtigsten B-Boying-Turniere überhaupt teilzunehmen: 'The Vortex' in Las Vegas ruft!

Doch dafür muss erst einmal eine hochklassige Crew her. Mit langjährigen 'Step Up'-Bekannten wie Andie West (Briana Evigan, 'Step Up to the Streets'), Jenny Kido (Mari Koda, 'Step Up to the Streets'), Vladd (Chadd Smith, 'Step Up 3D') und The Santiago Twins (Martin und Facundo Lombard, 'Step Up 3D') gründet er die Crew 'LMNTRX'. Durch die Produktion eines spektakulären Videos werden die Tänzer auch tatsächlich zum Wettbewerb eingeladen – doch dann geht der Konkurrenzkampf erst richtig los …

Tolle Tanzszenen, aber dünner Plot

Briana Evigan und Ryan Guzman spielen in 'Step Up: All In'
DIe Tänzer werden tatsächlich zum Wettbewerb eingeladen. © dpa, Constantin Film Verleih

Entgegen seiner Vorgänger ist der fünfte Teil der 'Step Up'-Reihe etwas ambitionierter. Acht Jahre nach dem ersten 'Step Up'-Film und drei Sequels führt Regisseurin Trish Sie in einer Art 'Best of Charaktere' aus den früheren Filmen zusammen. Die Idee ist nicht neu – schließlich tat das auch 'Fast and Furious' im vierten Teil der Action-Serie – und das mit großem Erfolg! Nur Channing Tatum ist leider nicht mehr an Bord. Dabei erinnern sich doch bestimmt die Damen besonders gerne an den sexy Straßentänzer Tyler, der mit Tanzpartnerin Nora (Jenna Dewan) den Modern Dance für sich entdeckt. Heute ist Tatum übrigens mit Dewan verheiratet und wohl eher mit Windeln wechseln als dem Tanzen beschäftigt.

Dafür kommt die Geschichte der 'LMNTRX'-Underdogs, die sich im Wettstreit gegenseitig messen und pushen, vor dem Hintergrund der Glitzermetropole Las Vegas besonders gut. Natürlich darf, wie bereits eingangs erwähnt, niemand überraschende Wendungen oder komplizierte Drehungen erwarten – zumindest nicht in der Handlung. Auf dem Parkett bzw. der Bühne liefern die Tänzer beachtliche Choreografien, die den 3D-Effekt wert sind. Davon abgesehen liefert 'Step Up: All In' inhaltlich nicht mehr als einen dünnen Plot und oberflächlich bleibende Charaktere. Ohne Umschweife geht es um Freundschaft und Liebe, den Glauben an sich selbst und seine Träume.

Mit der einen oder anderen mitreißenden Szene und einem guten, aber nicht herausragenden Soundtrack bleibt 'Step Up: All In' deshalb leider nur im Mittelmaß hängen. Falls es wirklich noch eine sechste Battle-Runde geben sollte, sollte man sich am besten schon jetzt auf die Suche nach neuen Ideen machen.

Kinostart: 07.08. 2014

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