Steffi Graf: "Wir helfen, das Erlebte zu verarbeiten"

Steffi Graf: "Wir helfen, das Erlebte zu verarbeiten"
Steffi Graf © Cover Media

Steffi Graf (46) will Flüchtlingskinder nicht nur versorgen, sondern auch sicherstellen, dass sie ihre Traumata überwinden können. 

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Arbeit mit Flüchtlingskindern

Als Gründerin und Vorsitzende von 'Children for tomorrow' setzt sich die ehemalige Tennisspielerin nun schon seit 1998 für ihre Stiftung ein, die traumatisierten Flüchtlingskindern hilft. Gerade jetzt wird diese Arbeit besonders gebraucht, da zahlreiche Kinder mit traumatischen Erlebnissen in Deutschland ankommen. In einem Interview mit der Zeitschrift 'Tina' sprach Steffi Graf über den Ansatz von 'Children for tomorrow':

"Wenn die Kinder Deutschland erreichen, werden sie zwar untergebracht und medizinisch versorgt - ihre seelischen Verletzungen aber oft übersehen. Wir helfen, das Erlebte zu verarbeiten", erklärte sie.  

Den traumatisierten Kindern soll in tiefenpsychologischen Gesprächen, verhaltenstherapeutischen Angeboten und Kunsttherapien geholfen werden. Sämtliche Therapieangebote werden von Dolmetschern begleitet. Und wie sieht so eine Therapie konkret aus? "Bei größeren Kindern führen die Psychologen Einzelgespräche. Bei den Kleinen hilft Kunsttherapie. Sie malen Bilder über ihre Flucht, dann spricht man über das, was auf dem Bild zu sehen ist, und löst darüber die Ängste", berichtete Steffi Graf weiter. 

In einem früheren Interview erläuterte die ehemalige Tennisspielerin den Kreislauf der Gewalt, in dem die Kinder gefangen sind und den man unbedingt unterbrechen müsse: "Die Kinder wachsen mit Gewalt auf, und diese Gewalt wird für sie irgendwann völlig normal", zitierte 'schweizmagazin.ch' Steffi Graf. "Wenn sie erwachsen sind, werden sie ebenfalls versuchen, ihre Probleme mit der Anwendung von Gewalt zu lösen. Dieser Teufelskreis muss unterbrochen werden!"

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