Stefan Raab, Queen Elizabeth und Paul McCartney: Sie alle wurden fälschlich totgesagt

Stefan Raab - ein fälschlich Totgesagter in bester Gesellschaft
Dem (virtuellen) Tod ein Schnippchen geschlagen: Stefan Raab war und ist quietschfidel unterwegs © ddp images

Mit den fälschlichen Todesmeldungen ist es so eine Sache: Niemand liest gerne im Netz oder der Zeitung vom eigenen Tod. Andererseits hat so ein Fake auch einen gewissen, verqueren Charme. Zumindest, wenn man die Sache mit Humor nimmt. Schließlich ist es doch ein gewisser Grund zur Freude, so eine Fehlinformation aus vollem Herzen dementieren zu können. Und dann scheint es ja auch so, als würden die dreistesten Fakes nur den ganz großen Stars zuteil.

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Fakes haben Konjunktur

Ob Stefan Raab (49, "Wadde Hadde Dudde Da") die frei erfundenen Nachrichten des Dienstags mit Humor genommen hat, ist nicht überliefert. "Im Alter von 49 Jahren wurde Stefan Raab heute um 23:29 tot in seinem Garten aufgefunden, bislang hat sich noch kein Familienmitglied offiziell geäußert", hatte eine Fake-Seite im Look von ProSieben geschrieben. Offenbar alles nur, um Nutzerdaten abzugreifen. Das ist perfide. Aber Raab steht in einer langen Reihe von höchst ehrenwerten Leidensgenossen.

 

Mark Twain: "Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben"

 

So war eines der ersten - und schlagfertigsten - Opfer solcher Falschmeldungen der Schriftsteller Mark Twain (1835-1910, "Tom Sawyer"). Er erfuhr schon 1897 zu seiner eigenen Überraschung aus der Zeitung, dass er gestorben sei. "Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben", ließ der scharfzüngige Schreiber daraufhin im "New York Journal" klarstellen.

 

Auch die Queen ist nicht gefeit

 

Selbst Queen Elizabeth II. (89) ist vor Fakes der staatlichen BBC nicht sicher - auch wenn sie noch nicht ganz totgesagt wurde. Eine Reporterin postete 2015 bei Twitter, Elizabeth sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die BBC erklärte später: Der Tweet sei Teil einer internen Übung gewesen, mit der die schnellstmögliche Berichterstattung über eine sogenannte "Kategorie eins Todesmeldung" trainieren werden sollte.

 

"Ich, tot?" - Axl Rose will Steuern sparen

 

Was die Königin zum Rundfunk-Fauxpas sagte, ist nicht bekannt. Wohl aber, wie Guns-N'-Roses-Frontmann Axl Rose (54, "November Rain") auf einen Online-Fake Ende 2014 reagierte. Stunden nach Veröffentlichung der Meldung postete der Star auf seinem Twitter-Account eine simple Frage, die alle Zweifel zerstreute: "Wenn ich tot bin, muss ich dann immer noch Steuern zahlen?" Wenige Stunden später legte er ein Foto nach, das ihn offenbar bei Aufnahmearbeiten aus dem Jenseits zeigen sollte.

 

Morgan Freeman: Diesseits und Jenseits nimmt sich nichts

 

Humor bewies auch Morgan Freeman (78, "The Contract"). Der Schauspieler hat schon einige Male im Netz von seinem Ableben erfahren. Ende 2012 etwa war eine Facebook-Seite ins Leben gerufen worden, die verkündete, Freeman sei an einer geplatzten Arterie verstorben. Nach gut einer halben Millionen Likes reagierte Freeman selbst auf seinem Profil: "Ich lese immer wieder, dass ich gestorben bin. Ich hoffe, dass diese Geschichten nicht wahr sind. Wenn doch, bin ich froh, euch berichten zu können, dass mein Leben nach dem Tod identisch mit dem Leben ist, in dem ich noch lebendig war".

 

Abe Vigoda: 34 Jahre lang dem Fake-Tod widerstanden

 

Dass eine, zwei oder auch viele falsche Todesmeldungen kein Grund zur Sorge sind, wusste keiner so gut wie Abe Vigoda (1921-2016). Bereits 1982 hatte das Magazin "People" fälschlicherweise den Tod des "Der Pate"-Stars vermeldet, 1987 unterlief einer Fernsehreporterin der gleiche Fehler. Spätestens seitdem trieb nicht nur Vigoda immer wieder Spaß mit vermeintlichen Todesmeldungen. Auch die eigens eingerichtete Webseite "abevigoda.com" widmete sich einzig der Aufgabe, den Grad Vigodas Lebendigkeit anzuzeigen. Erst in diesem Januar, im Alter von 94 Jahren und 32 Jahre nach der ersten Falschmeldung, starb Vigoda tatsächlich.

 

Paul McCartney: Paul Is Live!

 

Ein besonders hartnäckiger Lebendiger ist auch Paul McCartney (73). Anhänger einer Beatles-Verschwörungstheorie glauben seit 1969, dass McCartney schon lange nicht mehr unter uns weilt. Auf dem Cover zu "Abbey Road" wollten Fans damals einen versteckten Hinweis erkannt haben: McCartney ist auf dem legendären Bild im Gegensatz zu seinen Band-Kollegen barfuß zu sehen. In Songtexten meinten Anhänger sogar Hinweise auf die Todesumstände zu erkennen. 27 Jahre nach seinem angeblichen Tod veröffentlichte McCartney 1993 das Album "Paul Is Live" (dt.: "Paul lebt") - glauben wollen ihm das bis heute dennoch nicht alle.

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