Hollywood Blog by Jessica Mazur

Stars nehmen Abschied von Joan Rivers

Stars nehmen Abschied von Joan Rivers
Stars nehmen Abschied von Joan Rivers © dpa, Peter Foley

von Jessica Mazur

Joan Rivers wollte keine Beerdigung, sie wollte „a HUGE Showbiz Affair“, und die bekam sie auch. Die private Trauerfeier von Joan Rivers am Sonntag in New York hatte tatsächlich alles, was einen echten Hollywood-Event ausmacht: jede Menge Stars, Paparazzi und haufenweise Fans. Letztere hatten sich schon am frühen Sonntagmorgen vor dem „Temple Emanu-El“ in New Yorkers Upper East Side eingefunden, um Joan Rivers die letzte Ehre zu erteilen. Naja, und vielleicht auch, um den einen oder anderen Promi zu sehen. Die kamen dann auch in Strömen. Sarah Jessica Parker und Matthew Broderick gehörten zu den ersten Trauergästen. Ihnen folgten Donald Trump, Michael Kors, Ozzy Osbourne, Whoopi Goldberg, Hugh Jackman, Oscar de la Renta, Barbara Walters und viele mehr. Besonders von der Trauer gezeichnet war Kelly Osbourne, die öffentlich erklärt hatte, dass Joan Rivers ihre Lehrerin, Therapeutin, Großmutter und beste Freundin war.

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Der Anlass war traurig, aber gelacht, gefeiert und gesungen wurde trotzdem, ganz im Sinne der Verstorbenen. Die Trauerrede, die laut People.com sowohl emotional als auch amüsant war, hielt der US-Moderator Howard Stern. Rivers' einzige Tochter Melissa las einen Brief an ihre Mutter vor, den sie noch zu deren Lebzeiten geschrieben hatte und der Berichten zufolge „brüllend komisch“ war. Und Hugh Jackman bekam Standing Ovations für seine Darbietung des Peter-Allen-Songs „Quiet Please, There's a Lady on Stage“. Am Ende der Trauerfeier folgten die Gäste dann den Dudelsackspielern des New Yorker Police Departments, die so inbrünstig „New York, New York“ spielten, dass der Klassiker noch Blöcke weiter zu hören war. Die 81-Jährige wäre bestimmt sehr zufrieden gewesen.

Keine Frage, Joan Rivers und ihre spitze Zunge waren gefürchtet in Hollywood, doch in den Tagen nach ihrem Tod wurde hier auch deutlich, dass wohl kaum eine TV-Ikone mehr geliebt wurde - sowohl von Kollegen als auch von Fans. So sah man hier im US Fernsehen bei Live Shows in den letzten Tagen immer wieder Reporter, denen bei der Berichterstattung über Rivers die Tränen kamen und die ihre Moderationen unterbrechen mussten. Giuliana Rancic von den 'E!News' und Rivers 'Fashion Police'-Co-Moderatorin ist sogar so niedergeschlagen, dass sie vorerst nicht vor die Kamera treten will. Selbst Stars wie Salma Hayek trauern und sind sich sicher, dass die roten Teppiche in Hollywood nie mehr die gleichen sein werden. Schließlich waren Rivers witzigen Fashionkritiken und Interviews bei den Oscars und Globes maßgeblich dafür verantwortlich, dass die 'Red Carpet Shows' in Hollywood mittlerweile fast den gleichen Stellenwert haben, wie die Award-Shows selbst. Und plötzlich ist niemand mehr da, der den Stars noch auf dem Teppich mitteilt, dass ihre Outfit-Wahl ein Griff in den Klo war... Wirklich schade.

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

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© Bild: Jessica Mazur