'Star Wars - Das Erwachen der Macht': Daisy Ridley ist neue Superheldin im Weltraummärchen

Daisy Ridley und John Boyega in Star Wars VII
Daisy Ridley verzaubert als weibliche Heldin die Star-Wars-Welt

5 von 5 Sternen

Kaum ein Filmstart wurde 2015 so sehr erwartet und von Millionen von Fans in aller Welt so sehnsüchtig herbeigesehnt wie dieser:

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Die ‚Star Wars‘-Saga geht endlich mit dem siebten Teil weiter. Der Hype im Vorfeld war nahezu unbeschreiblich, ebenso die obligatorische Marketingmaschinerie, die den Mega-Blockbuster seinem Publikum frühzeitig schmackhaft machte. Ein galaktischer Erfolg ist da eigentlich schon vorprogrammiert. Und in der Tat überzeugt die fulminante Fortsetzung des legendären Weltraumabenteuers auf ganzer Linie, obwohl es im Vorfeld auch viele gespaltene Reaktionen gab. Und die Geschichte um den Film: eine einzige Geheimniskramerei. Kein Wunder, erhöht doch kaum eine andere Fangemeinde (von den Trekkies vielleicht abgesehen) ihr (Film-) Objekt der Begierde schon zu einer Quasi-Religion. Nicht verwunderlich, dass jeder noch so kleine Spoiler aufs Böseste von den Fans abgestraft würde – und das zurecht. Aber kann der Film den unglaublich hohen Erwartungen im Vorfeld wirklich gerecht werden? Mein Fazit: Eindeutig ja.

Die Handlung setzt etwa 30 Jahre nach dem Sieg über Darth Vader und dem Imperium ein. Praktisch: Durch den zeitlichen Abstand können so die Schauspieler der Krieg-der-Sterne-Filme in ihren gealterten Rollen auftreten: Mark Hamill als Luke Skywalker, Harrison Ford als Han Solo und Carrie Fisher als Leia. Auch Chewbacca (Peter Mayhew), C-3PO (Anthony Daniels) und R2-D2 (Kenny Baker) sind wieder mit von der Partie, ergänzt von dem neuen, kugelrunden Droiden namens BB-8, der so putzig durch die Dünen fegt und rührend fiept, dass kein Kinderauge trocken bleiben dürfte.

Aber auch im siebten Teil steht die Galaxie wieder vor einer enormen Bedrohung. Eine neue dunkle Macht, verkörpert durch den finsteren Kylo Ren (unglaublich böse gespielt von Adam Driver) versucht, das Universum an sich zu reißen. Zwar ist kein neuer Luke Skywalker in Sicht, aber die rebellische Einzelgängerin Rey, die auf dem Wüstenplaneten Jakku als Schrottsammlerin arbeitet und sehr überzeugend von der 23-jährigen britischen Newcomerin Daisy Ridley verkörpert wird, findet sich bald an der Seite des fahnenflüchtigen Ex-Stormtroopers Finn (John Boyega) und des Piloten Poe Dameron (Oscar Isaac) wieder. Gemeinsam treten die Außenseiter den Kampf gegen die dunkle Macht an.

Endlich Weiblichkeit: Daisy Ridley überzeugt als Heldin 'Rey'

Daisy Risley mit Droid BB8
Der Roboter BB8 freundet sich mit 'Rey' an

Und stellen sich dabei als absolute Superhelden heraus. Alle drei sind noch sehr jung und wissen über das Geschehen von vor 30 Jahren nur teils Bescheid. Und das ist der Clou für alle 'Star Wars'-Grünschnäbel: Diese Perspektive erlaubt es den Zuschauern, die über das 'Star Wars'-Universum so wenig wissen wie Rey und Finn, den Film ohne Vorwissen schauen können. Vor allem Daisy Ridley füllt die Rolle perfekt aus: mutig, rebellisch und doch irgendwie zart. Endlich ist die Zeit reif für eine richtige 'Star Wars‘-Heldin und weibliche Jedi-Ritterin, die mehr zu bieten hat als eine komische Frisur, sondern in dem noch immer eher männlich dominierten ‚Star Wars‘-Universum auf ganzer Linie überzeugen kann.

Dafür hat sie auch im Vorfeld hart trainiert, um ihren männlichen Kollegen in nichts nachzustehen. In unserem exklusiven VIP.de-Interview hat Daisy Ridley uns verraten, wie die Vorbereitungen aussahen: "Ich musste in eine sehr gute Form kommen. Deswegen trainierte ich drei Monate und stemmte Gewichte. Und wir hatten nebenher Stunt-Training. Fünf Stunden Training pro Tag – fünf Tage die Woche. Das war echt viel und körperlich sehr anstrengend". Die Mühen haben sich aber definitiv gelohnt.

Lichtschwerter, Verfolgungsjagden, Lichtblitze, Explosionen. Keine Frage, es wird viel geboten: Aber so viele Kampfszenen es auch gibt, es wird auch immer mit sehr viel Humor gearbeitet. So darf der gealterte Harrison Ford (73) auch Jahrzehnte später noch über die Frisur seiner großen Liebe Leia lästern – sehr zum Vergnügen des Publikums.

Es ist mehr als offensichtlich, dass die Macher von 'Star Wars' sehr viel Herzblut in das Werk gesteckt haben. So wird zum Teil ganz auf die "alte" Technik gesetzt. Sogar mit den originalen Kameraobjektiven der alten Filme wurde gedreht, um auch stilistisch nah an die vergangenen Weltraummärchen anzuknüpfen. Dies jedoch nur vereinzelt, denn insgesamt ist der Film optisch natürlich Lichtjahre von seinen Vorgängern entfernt. 3D at its best!

Zwei Stunden und 16 Minuten Spannung pur. Der bewährte 'Star Wars'-Drehbuchautor Lawrence Kasdan (66) hält im ersten Teil der neuen Trilogie, deren weitere Teile 2017 und 2019 in die Kinos kommen sollen, etliche Überraschungen und vor allem einen Cliffhanger der Superlative parat, der auf geniale Weise jetzt schon Lust auf die Fortsetzungen macht. Die Macht ist wirklich erwacht!

Kinostart: 17. Dezember 2015

Genre: Aktion / Sci-Fi / Abenteuer

Originaltitel: Star Wars: Episode VII - The Force Awakens

Filmlänge: 136 Minuten

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