Sorge um Sinéad O'Connor: Wie konnte es soweit kommen?

Sorge um Sinéad O'Connor: Wie konnte es soweit kommen?
Sinéad O'Connors psychischer Zustand scheint sich enorm verschlechtert zu haben © Jim Ross/Invision/AP

Zwar soll sich Sinéad O'Connor (48, "Nothing Compares 2 U") mittlerweile in ärztlicher Behandlung befinden, doch der Zustand der Musikerin scheint ernst. Am Sonntag hatte die 48-Jährige auf Facebook in einem emotionalen Post angekündigt, sie wolle sich das Leben nehmen, sei unter falschen Namen in einem Hotel irgendwo in Irland abgestiegen. Wie unter anderem die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, sollen Polizisten die Musikerin jedoch gefunden und in ärztliche Obhut übergeben haben. O'Connors Fans sind in großer Sorge, schließlich hatte die Sängerin bereits in den vergangenen Wochen immer wieder mit beunruhigenden Statements für Aufregung gesorgt.

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Suizid-Post auf Facebook

 

Darf sie ihren Sohn nicht sehen?

 

Bereits in der Nacht zum Sonntag hatte sie sich in ihren Posts an ihre Kinder und deren Väter gewandt und schwere Anschuldigungen erhoben. So beklagte sie sich beispielsweise darüber, dass sie ihren Sohn Shane nicht sehen dürfe und dass dessen Vater, sowie ihr ältester Sohn Jake, Shanes "Geist gegen mich [O'Connor] vergiften" würden. Weiterhin fordert sie Geld zurück, das sie offenbar verliehen hatte. Unter den diversen Nachrichten an der Pinnwand der Musikerin findet sich auch ein offener Brief an ihren Sohn, in dem sie ihn darum anfleht, sich Hilfe zu suchen. Immer wieder betont sie, wie allein sie ist.

 

Kein Job, keine Unterkunft

 

Ihre Verzweiflung war auch bereits am Samstagnachmittag zu spüren gewesen. O'Connor hatte für ihre Follower einen Text geschrieben, in dem sie um einen Job und eine Unterkunft bat, da "ich von meiner Familie so schlecht behandelt werde". Seit ihrer Hysterektomie vor einigen Wochen sei sie depressiv, heißt es außerdem. Sie habe erst kürzlich herausgefunden, dass sie nicht dafür geschaffen sei, alleine zu leben, ist in einem weiteren Post zu lesen. Von der Musik will sie sich in Zukunft distanzieren.

 

Ein Stalker hat sie mehrere Monate verfolgt

 

An der labilen Psyche der Sängerin könnte auch ein Stalker Mitschuld tragen, der die 48-Jährige laut eigener Aussage mehrere Monate lang mit obszönen E-Mails bombardiert hatte. O'Connor hatte den Mann öffentlich auf Facebook bloßgestellt, Namen, Anschrift und sogar ein Bild des angeblichen Fanatikers veröffentlicht. Vor etwa einer Woche teilte sie mit, dass die Polizei bereits hinter ihm her sei. Der Großteil ihrer Fans konnte der Hetzjagd jedoch nichts Positives abgewinnen.

 

Schon in der Vergangenheit mit Depressionen zu kämpfen

 

Die irische Sängerin hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Depressionen zu kämpfen und hatte aus ihrem Zustand nie ein Geheimnis gemacht. Erst im Juli dieses Jahres hatte sie aus gesundheitlichen Gründen alle anstehenden Konzerttermine abgesagt, war Ende August schließlich operiert worden. Trotzdem: Ihre Postings aus dem Krankenhaus erregten bei Weitem nicht so viel Aufsehen, wie die verwirrenden Texte der vergangenen Tage.

Von ihren Fans bekommt O'Connor neben Genesungswünschen auch zunehmend Kritik. Viele können nicht verstehen, weshalb die Musikerin ihre privaten Kämpfe in den Sozialen Netzwerken austrägt. Sie raten ihr, sich um sich selbst zu kümmern und sich professionelle Hilfe zu holen.

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