Sophie von Kessel: "Aufarbeitung ist total wichtig"

Sophie von Kessel
Sophie von Kessel © Cover Media

Laut Sophie von Kessel (46) müssen wir uns alle mit der Vergangenheit auseinandersetzen.

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Vergangenheit in der Gegenwart

Gestern [9. November] konnten die Zuschauer die Schauspielerin ('Spieltrieb') in dem ZDF-Politmelodram 'Zwischen den Zeiten' im Fernsehen sehen. Von Kessel schlüpfte für den Film in die Rolle einer westdeutschen Ingenieurin, die geschredderte Stasi-Akten rekonstruiert. Vor dem Hintergrund des 25. Jubiläums der Berliner Mauerfalls am 9. November und des TV-Films sprach die Darstellerin in einem Interview über die Erinnerung an und die Verarbeitung von Vergangenheit. "Ich finde Aufarbeitung total wichtig, weil man sich im Nachhinein fragen muss, wie so etwas passieren konnte. Und vor allem: Wie kann man verhindern, dass sich so etwas noch einmal wiederholt? Wir und auch die nächsten Generationen müssen sich damit auseinandersetzen", befand sie im Interview mit 'Bild.de'. Ihre zwei Kinder wussten bis vor Kurzem beispielsweise nichts davon, dass Deutschland einmal geteilt war. Glücklicherweise kennen sie nun den Teil der deutschen Geschichte - auch wenn es für sie schwer nachvollziehbar war.

Wie gut kannte von Kessel sich selbst mit der deutschen Geschichte aus, da sie als Diplomatentochter vorrangig im Ausland aufwuchs, bevor sie nach dem Abitur die Schauspielschule in Wien besuchte? "Für mich war es sehr überraschend, als ich nach der Wende erfahren habe, wie anders das Leben wirklich auf der anderen Seite der Mauer war - wie unfrei und von Angst geprägt. Auch deswegen bin ich dankbar, dass ich dieses Projekt drehen konnte. Da hab ich dann wenigstens das Gefühl, dass man auch etwas bei diesem Beruf lernen kann", berichtete sie.

Ihr Job findet aber nicht nur vor der Kamera statt, sondern auch auf den deutschen Bühnen. So ist die Schauspielerin auch seit 2011 ein Mitglied im Ensemble des Residenztheaters München. Ein Faible für eines der beiden Genre habe sie dabei aber nicht: "Die Kombination macht's. Auf der Bühne zu stehen oder vor der Kamera - das sind zwei Paar Schuhe. Ich möchte nicht darauf verzichten, beides machen zu dürfen, denn es ist eine große Bereicherung", berichtete sie in einem früheren Interview mit der 'Bild der Frau'.

Auch die Fans können davon profitieren und den Star nicht nur im TV, sondern auch auf der Bühne erleben. Als nächstes ist Sophie von Kessel noch in diesem Monat als Emma Bovary in dem Stück 'Madame Bovary' im Münchener Residenztheater zu sehen.

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