So wurde Kim Kardashian zum berühmtesten It-Girl der Welt

So wurde Kim Kardashian zum berühmtesten It-Girl der Welt
Kim Kardashian bei der MET Gala © Charles Sykes/Invision/AP

Was Kim Kardashian (34) auch anstellt, wird kommentiert. Weil sie auf dem Cover des "Rolling Stone" zu sehen ist, erklärt Sinead O'Connor die Musik für tot. Star-DJ Diplo ist der Meinung, der Hype um den Reality-Star schade selbst Madonna. Reicht es also aus, Brüste und Po in die Kameras zu halten, um eine der größten Künstlerinnen der Gegenwart zu verdrängen? Oder kann der Reality-TV-Star in Wahrheit viel mehr? Hier die wichtigsten Fakten zum Phänomen Kim Kardashian:

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Von Sextape bis Paris Hilton

 

Ihre Familie

 

Kimberly Noel Kardashian kam am 21. Oktober 1980 in Los Angeles zur Welt. Ihr Vater war Robert Kardashian (1944-2003), ein Freund von O. J. Simpson, der auch als Anwalt bei dessen Mordprozess auftrat. Kim hat zwei Schwestern, Kourtney und Khloé und einen Bruder namens Rob. Nach der Scheidung 1991 heiratete Mutter Kris erneut - und wieder war der Mann prominent: Olympiasieger Bruce Jenner, heute Caitlyn Jenner. Kim bekam dadurch die Stiefbrüder Burton "Burt", Brandon und Brody sowie Stiefschwester Casey. Später kamen noch ihre Halbschwestern Kendall und Kylie Jenner dazu. Der Jenner-Kardashian-Clan ist in den USA durch die Reality-TV-Show "Keeping Up with the Kardashians" bekannt, die seit 2007 erfolgreich läuft.

 

Ihre Männer

 

Schon im Alter von 19 Jahren war Kardashian das erste Mal verheiratet - ihr damaliger Ehemann Damon Thomas reichte drei Jahre später die Scheidung ein. Sie warf ihm später vor, er habe sie unterdrückt, auch von Gewaltausbrüchen soll die Rede gewesen sein. In einem Interview mit "InTouch" sagte er später, Kim sei besessen von Ruhm. "Sie kann nicht schreiben oder singen oder tanzen, also macht sie schlimme Dinge, um sich selbst in die Presse zu bringen." Medienwirksam war dann tatsächlich Kims zweite Hochzeit mit NBA-Star Kris Humphries 2011. Ein zweiteiliges TV-Special gab es zu den Vorbereitungen und zur Zeremonie selbst. 72 Tage später reichte sie dann wegen "unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung ein.... Es folgten erneut Vorwürfe, Kardashian hätte alles nur aus Publicity-Gründen inszeniert. Sogar eine Petition, um alle Kardashian-Formate aus dem Fernsehen zu verbannen, wurde gestartet.

Wie Kardashians Beziehung mit Rapper Kanye West läuft, können sich ihre Fans fast täglich auf Instagram ansehen - dort beglückt sie ihre 39 Millionen Follower ständig mit aktuellen Fotos aus ihrem Glamour-Leben. Die beiden sind seit April 2012 zusammen, am 15. Juni 2013 kam Töchterchen North zur Welt. Im Mai 2014 gab es dann die große Hochzeit in Florenz. Im Dezember soll das zweite Kind des Paares zur Welt kommen, dieses Mal ein Junge.

 

Ihre TV-Karriere

 

Neben der Familien-Doku-Soap "Keeping Up with the Kardashians" hatte Kim auch schon Gastauftritte in "CSY: NY", "How I Met Your Mother", "30 Rock" oder "2 Broke Girls". 2008 nahm sie zudem an der Tanz-Show "Dancing with the Stars" teil, flog aber schon als dritte Kandidatin raus. Außerdem war sie Gastmoderatorin von WrestleMania XXIV und Gast-Jurorin bei "America's Next Top Model". Und auch in "The Simple Life", einem Reality-TV-Format der It-Girls Nicole Richie und Paris Hilton war sie zu sehen. Letzterer hat sie unter anderem auch ihre Karriere zu verdanken.

 

Ihre Freundschaft zu Paris Hilton

 

Erste Aufmerksamkeit in der Presse erregte Kardashian nämlich durch ihre Freundschaft mit Paris Hilton. Die beiden kennen sich schon, seit sie Kinder sind, wie Hilton in einem Interview mit "Yahoo Style" verriet. "Ich bin wirklich stolz auf sie und was sie aus sich gemacht hat." Die beiden sollen bis heute befreundet sein. Inzwischen dürfte Kardashian ihr ehemaliges Vorbild an Popularität überbieten.

 

Ihr Sextape

 

Neben Paris Hilton sorgte auch ein Sextape dafür, dass Kim Kardashians Bekanntheitsgrad wuchs. Noch während die Scheidung von ihrem ersten Ehemann lief, kam sie mit dem Sänger Ray J zusammen. 2003 haben die beiden das Tape aufgenommen, das im Februar 2007 an die Öffentlichkeit gelangte. Das It-Girl zog gegen Vivid Entertainment, das den Film unter den Namen "Kim K Superstar" vertrieb, vor Gericht, nahm die Klage dann aber zurück. Am Ende soll sie über eine außergerichtliche Einigung fünf Millionen Dollar kassiert haben.

 

Mode, Parfüm, Handy-Spiel

 

Bekannte Männer, berühmte Freundinnen und eine TV-affine Familie - das würde eigentlich ausreichen, um im Gespräch zu bleiben. Aber Kardashian scheint auch ein Händchen fürs Geschäft zu haben: Im Laufe ihrer Karriere gab sie ihren Namen schon für Essen, Kosmetik und Parfüm her, veröffentlichte Workout-DVDs, entwarf Mode, brachte ein Selfie-Buch heraus. Die Autobiografie von Kim, Kourtney und Khloé namens "Kardashian Konfidential" schaffte es bis auf die "New York Times"-Bestsellerliste. Auch als Sängerin versuchte sie sich schon, das allerdings mit wenig Erfolg. Dafür scheffelt sie mit ihrem Handy-Game "Kim Kardashian: Hollywood" Millionen. Ihr Gesamt-Vermögen wird auf rund 45 Millionen Dollar geschätzt.

 

Der Kim-Kardashian-Effekt

 

Kim Kardashian hat einen enormen Einfluss auf junge Frauen. Sie gilt als Wegbereiterinnen des Selfie-Hypes. Kritisch wird ihr Hang zu Schönheits-Operationen gesehen. Ihr Po - den sie Ende 2014 medienwirksam mit der Bildunterschrift "Break the Internet" auf dem "Paper"-Magazin zur Schau stellte - soll künstlich vergrößert sein. Auch hier dient sie offenbar als Vorbild für viele Frauen. Zudem gilt sie als Fashion-Ikone, die Verkäufe von Bleistiftröcken sollen wegen ihr zugelegt haben und als sie im März auf der Paris Fashion Week mit platinblonden Haaren erschien, wurde auch das zum Trend unter ihren vielen Fans.

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