Hollywood Blog by Jessica Mazur

So wird eine Geburt in Hollywood zum Geschäft

So wird eine Geburt in Hollywood zum Geschäft
So wird eine Geburt in Hollywood zum Geschäft © Bildquelle: Baxter

von Jessica Mazur

Der Babyboom in Hollywood hält an. Und da auch bei mir der Storch wieder zugeschlagen hat, findet ihr an den kommenden Wochenenden an dieser Stelle ein 'Hollywood Blog Special' zum Thema 'Schwanger in Hollywood'.

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Wie ist das so, schwanger zu sein, in einer Stadt, in der eine Schwangerschaft gerne nur 35 statt 40 Wochen dauert, und das Baby dann per geplantem Kaiserschnitt geholt wird, nur damit der werdenden Mutter ein paar Pfunde erspart bleiben...? Und wie hoch ist der Druck, nach der Geburt des Kindes möglichst schnell wieder in Topform zu sein? Antworten zu diesen und anderen Themen, findet ihr in den kommenden Wochen hier. Und wenn ihr selbst Fragen zum Thema 'Baby in Hollywood' habt, dann immer her damit...

Inwieweit sich eine Schwangerschaft in Hollywood von einer Schwangerschaft in Deutschland entscheidet, ist allerdings gar nicht so leicht zu beantworten, schließlich war ich noch nie schwanger in 'Tschörmänie'. Aber ich bin mir fast sicher, dass ich in Deutschland nicht auf die Idee gekommen wäre, mich für eine Hausgeburt zu entscheiden, wie ich es bei meiner ersten Tochter gemacht habe und dieses Mal wieder plane. Diese Entscheidung traf ich nämlich erst, nach dem ich an einer so genannten 'Maternity Tour' durch LAs berühmtestes Krankenhaus 'Cedars-Sinai' teilgenommen habe. Das 'Cedars-Sinai' ist sicherlich jedem Gossip-Freund ein Begriff, denn hier entbinden fast alle Stars. Victoria Beckham, Kim Kardashian, Jessica Simpson, Gwen Stefani, Jessica Alba, Britney Spears... Die Erwartungen waren also hoch.

Mein Fazit: Wenn man genug Geld hat für das 'VIP Paket' und pro Nacht knapp 4.000 Dollar aus der eigenen Tasche bezahlen möchte, dann kann das Cedars bestimmt sehr gemütlich sein. Als 'Otto-Normal-Entbinder' hatte ich aber eher das Gefühl, Fließbandarbeit leisten zu müssen. "Bis Zentimeter soundso bist du in dem Raum, bis Zentimeter soundso in dem Raum, zur Entbindung gehts dann in den Raum, nach der Entbindung geht es in soundso viel Minuten wieder raus aus dem Raum... Wenn du auf einem Gymnastikball sitzen möchtest, bring bitte deinen eigenen mit. Wassergeburt? Nee, so was machen wir nicht." Im Cedars werden täglich um die 20 Babies geboren und 'Time is Money'. Wehenfördernde Mittel werden begrüßt und die Kaiserschnitt-Rate liegt zwischen 30 und 40 Prozent.

Nach vielem Hin- und Herüberlegen habe ich mich dann für die Hausgeburt entschieden. Ziemlich 'öke-möke', ich weiß :). Aber zum Glück gibt es ja auch immer mehr Promis, die diese Art der Entbindung wählen, so dass 'Home Birth' in Hollywood schon fast wieder 'cool' ist. Ich darf mir deshalb auch regelmäßig Fragen anhören, wie "Oh, do you do it, because Gisele [Bündchen] did it?" Na klar! Eine Hausgeburt, damit ich mich einmal im Leben wie ein Topmodel fühlen kann... Frau hat ja bei so einer Geburt auch sonst keine Sorgen!?!

Mit welchen anderen amüsanten Fragen man schwanger in Hollywood konfrontiert wird und warum man schief angeguckt wird, wenn in den ersten Wochen mit Baby keine 'Night Nurse' Zuhause einzieht, erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle...

(Wer genauer wissen möchte, wie es auf amerikanischen Entbindungsstationen zugeht, dem empfehle ich die Dokumentation 'The Business of Being Born'/'Vom Geschäft mit der Geburt'.)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

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© Bild: Jessica Mazur