Hollywood Blog by Jessica Mazur

So waren Whitney Houstons letzte Tage

So waren Whitney Houstons letzte Tage
So waren Whitney Houstons letzte Tage © (Foto: Splashnews)

von Jessica Mazur

Ein wenig bizarr ist sie ja schon, die Berichterstattung rund um den Tod von Whitney Houston. Und schnell. Am Samstagnachmittag um 15.55 Uhr Ortzeit wurde Houston im Beverly Hilton Hotel für tot erklärt. Eine halbe Stunde später vermeldeten die ersten Onlinedienste ihren Tod, und keine 20 Minuten danach sendeten die ersten US-Sender bereits live 'Breaking News' vom Ort des Geschehens. War ja auch praktisch. Da am Samstagabend im 'Beverly Hilton' die Clive Davis Pre-Grammy Party stattfand, waren die Reporter und Kameras ohnehin schon vor Ort. Doch etwas merkwürdig sah es schon aus, als die Reporterinnen in den Live Schalten bis unter die Haarspitzen aufgetakelt und in glitzernden Abendroben, dafür aber mit betont ernster Miene über neue Details vom Tatort berichteten. Aber der Pop-Diva hätte es vielleicht gefallen.

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Am Sonntag dann ein ähnliches Bild. Die Hälfte der Journalisten in der Stadt baute sich vor dem 'Staples Center' in Downtown LA auf, um jedem Promi auf dem Roten Teppich ein- und dieselbe Frage zu stellen: "How do you feel about Whitney's Death?" Die andere Hälfte baute sich vor dem Gebäude des Gerichtsmediziners auf, in der Hoffnung erste Autopsieergebnisse in Erfahrung bringen zu können. Bislang ohne Erfolg, obwohl ein TV Sender draußen extra ein kleines Podium errichtet hat, in der Hoffnung, einen der Offiziellen würde es vielleicht doch ins Kameralicht ziehen.

Die Onlinemedien beschäftigen sich indessen mit "Houston´s last days". Was hat Whitney getrieben in den letzten Tagen und Stunden vor ihrem Tod? Die Antwort: Sie hat gefeiert und das ausgiebig. Obwohl die Sängerin hart an einem Comeback gearbeitet hat, standen in den letzten Tagen Alkohol und Partys im Mittelpunkt ihres Lebens. Bereits am Donnerstag roch sie bei Proben der Clive Davis Gala laut 'LA Times' nach "Alkohol und Zigaretten". Augenzeugen zufolge benahm sie sich "wie ein Kind", trug "wild zusammen gewürfelte Kleidung" und sah "zerzaust und wirr aus". Wenig später, so die 'LA Times' weiter, wurden Security-Beamte zum Pool des Hotels gerufen, weil Whitney Houston dort Handstände machte.

Am Donnerstagabend ging die Feier dann im Nachtclub 'Tru Hollywood' weiter. Freitag war sie laut TMZ in der Hotelbar des Hiltons nicht zu überhören. Leider ein bekanntes Verhaltensmuster, das in den amerikanischen Boulevardmedien schon seit Jahren für weitaus mehr Schlagzeilen sorgt, als Houstons Stimme. Und somit sahen auch die Reaktionen der User zum Tod von Whitney Houston fast überall gleich aus: großes Entsetzen, aber nur Wenige zeigten sich schockiert. Traurig, aber wahr.

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

So waren Whitney Houstons letzte Tage
© Bild: Jessica Mazur