"Sing meinen Song": So denkt Yvonne Catterfeld heute über ihre Hits

"Sing meinen Song": So denkt Yvonne Catterfeld heute über ihre Hits
Yvonne Catterfeld auf der Bühne bei "Sing meinen Song" © VOX/ Markus Hertrich

Heute startet die zweite Staffel der erfolgreichen VOX-Show "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" (immer dienstags um 20:15 Uhr). Zum Auftakt stehen die Songs von Yvonne Catterfeld (35) im Mittelpunkt. Dabei hat die Sängerin zu ihren Hits heute eher ein gemischtes Verhältnis: "Die meisten Songs, die von mir gesungen werden, sind mittlerweile ganz weit weg von mir", erklärt die Sängerin im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Warum haben Sie sich entschlossen, bei "Sing meinen Song" mitzumachen?

Yvonne Catterfeld: Es ist einfach eine innovative und großartige Unterhaltungsshow, die uns Künstlern kreativen Raum, Freiheit und eine Bühne gibt, sich anders zu zeigen, als der Zuschauer es vielleicht von uns erwartet oder gewohnt ist. Man bekommt zudem eine wunderbare Gelegenheit etwas auszuprobieren und sich auszutoben auf diesem musikalischen Spielplatz mit einer Wahnsinns-Band und vor allem mit wunderbaren Kollegen.


Haben Sie die erste Staffel verfolgt? Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Catterfeld: Mir sind vor allem die Songs und ihre jeweiligen Interpretationen, damit auch die Künstler in Erinnerung geblieben. Songs sind meist mit Emotionen verbunden und so gab es eben ein paar sehr schöne und berührende Momente - wie ich finde einen der ehrlichsten Momente im TV überhaupt mit Xavier Naidoo und Andreas Gabalier. Man hat sich ein gutes Bild von jedem machen können. Sarah Connor ist mir sehr gut in Erinnerung. Ich war abgesehen von ihren gesanglichen Leistungen auch von ihrer natürlichen Art begeistert.


Worauf freuen Sie sich mehr: Die Songs der anderen zu singen oder die eigenen Songs von den anderen zu hören?

Catterfeld: Am meisten gefreut habe ich mich darüber die Songs der anderen singen zu dürfen und das auf meine Art und Weise. Deshalb wollte ich ja auch mitmachen. Über meine eigene Sendung habe ich mir gar keine Gedanken vorab gemacht. Die meisten Songs, die von mir gesungen werden, sind mittlerweile ganz weit weg von mir. Deshalb war es umso erstaunlicher, wie sehr mich die anderen mit ihnen begeistern konnten und was sie daraus gemacht haben. Das war teils echt nicht einfach (lacht). Umso mehr Achtung hatte ich.


Bei welchem Künstler ist es Ihnen selbst besonders schwer gefallen, ihn zu covern?

Catterfeld: Es gab Songs von den Prinzen, zu denen ich sofort eine musikalische Vision hatte, von denen ich genau wusste, warum ich die machen will. Bei anderen habe ich etwas nach meiner eigenen Version suchen müssen. Und das Schwierigste ist, eine Haltung dazu zu finden, um den Text damit respektvoll zu behandeln. Da wir dieses Mal alle auf Deutsch singen, ist das eine noch größere Herausforderung. Aber am schwierigsten war für mich die Nummer von den Söhnen Mannheims. Da war ich nochmals eine Portion mehr aufgeregt.


Und auf wessen Interpretation Ihrer Hits waren Sie besonders gespannt?

Catterfeld: Natürlich auf Andreas mit "Für Dich". Ich fand es mutig von Andreas, sich einem solch polarisierenden Song anzunehmen und ihn zu entkitschen. Aber auch auf Daniels Version war ich richtig gespannt.


Hatten Sie Angst, sich dem Urteil Ihrer Gesangskollegen zu stellen?

Catterfeld: Erst einmal wollte ich meine eigenen Erwartungen erfüllen, was mir sicherlich nicht immer gelungen ist. Ich bin sehr selbstkritisch, aber natürlich habe ich auf ein positives Feedback gehofft - währenddessen wie auch nach dem letzten Ton. Ich habe, glaube ich, immer jeden direkt angeschaut und da sieht man natürlich schon recht viel. Wenn man jedoch selbst kein gutes Gefühl hat, so geht es mir, ist man auch für positive Reaktionen nicht mehr wirklich empfänglich.


Wie haben Sie sich mit Ihren Kollegen beim Dreh in Südafrika verstanden?

Catterfeld: Ich glaube, wir waren auf den ersten Blick schon eine schräge Kombi. Uns hat aber alle, neben der Musik, irgendetwas miteinander verbunden. Wir hatten richtig viel Spaß und haben uns auch erstaunlich gut verstanden. Wir sind alle sehr herzlich und respektvoll miteinander umgegangen.


Sind denn weitere TV-Formate mit Ihnen geplant? Wäre ein Juror-Job bei "The Voice" oder einer anderen Castingshow was für Sie?

Catterfeld: Bisher nicht (lacht). Derzeit stehe ich für den Film "The Trapp Family" in Salzburg vor der Kamera. Ich finde aber, dass alle, die bei "The Voice" sind und waren, einen unglaublich tollen und unersetzbaren Job gemacht haben. Und dies ist für mich sowieso die beste und einzige Castingshow, wobei ich "X-Faktor" auch nicht schlecht fand.


Sie waren in letzter Zeit eher als Schauspielerin denn als Sängerin tätig. Soll sich das ab jetzt wieder ändern?

Catterfeld: Die Musik bleibt schon ein wenig auf der Strecke, was aber auch daran liegt, dass ich mich nach einem Album erst einmal wieder neu inspirieren lassen möchte. Und "Sing meinen Song" war für mich in der Tat sehr inspirierend...


Ihr letztes Album erschien 2013, arbeiten Sie schon an einem neuen Werk?

Catterfeld: Nein, aber ich würde mal sagen, da ist was in Bewegung gekommen, was sich manchmal in Ideen äußert. Nicht mehr und nicht weniger.

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