'Sing meinen Song - Das Tauschkonzert': Nena über ihre "aufregend schöne" Zeit in Südafrika

Nena: "Xavier Naidoo hat uns die Sprache verschlagen"
Kaum zu glauben, dass Nena schon langsam auf die 60 zugeht © VOX / Philipp Rathmer

"99 Luftballons", "Nur geträumt" oder "Liebe ist" - Nena (56) hat in ihrer 35-jährigen Karriere für zahlreiche Hits gesorgt. Doch wie klingen die bekannten Ohrwürmer aus dem Munde von Rapper Samy Deluxe oder Kölsch-Rocker Wolfgang Niedecken? Die Antwort gab es am Dienstag. In der Auftaktfolge der 3. Staffel "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" (dienstags 20.15 Uhr, VOX) standen die Songs der Pop-Ikone im Mittelpunkt. Warum die ehemaligen "The Voice"-Kollegen The BossHoss die Sängerin besonders begeistert haben und wie sie die Zeit in Südafrika erlebt hat, erklärt Nena im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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"Sing meinen Song"

 

Warum haben Sie sich entschlossen, bei "Sing meinen Song" mitzumachen?

 

Nena: Das war eine klare Bauch-Entscheidung. Wie hätte ich bei der Konstellation der Menschen "nein" sagen können? Und als Samy D dann auch noch zugesagt hat, war sowieso alles klar. Mit all diesen tollen Leuten zusammenzukommen, in Südafrika eine Mini-WG zu gründen, um Musik zu machen... ich betrachte das als Geschenk. Und für diese ungewöhnliche und schöne Erfahrung bin ich echt dankbar.

 

Haben Sie die ersten beiden Staffeln verfolgt?

 

Nena: Ich habe auf jeden Fall ein paar Mal in die vorherigen Staffeln reingeschaut, und jedes Mal haben die alle geheult. Das ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Auch bei uns gab es berührende Momente, die wir ziemlich abgefeiert haben.

 

Gibt es in der neuen Staffel einen Moment, der besonders emotional für Sie war?

 

Nena: Es gab einige solcher Momente. Spontan denke ich an Xaviers Version eines Samy-Deluxe-Songs - unfassbar war das und sehr bewegend! Xavier hat eine Art Predigt im allerbesten Sinne gehalten und den "Dichter und Denker"-Text von Samy so wundervoll vorgetragen, dass es uns allen die Sprache verschlagen hat.

 

Wie oft standen Ihnen während des Drehs Tränen in den Augen?

 

Nena: Ich glaube, wir haben mehr gelacht als geweint.

 

Scheint, als hätten Sie sich alle blendend verstanden?

 

Nena: So gut, dass wir direkt in der ersten Nacht einen Song zusammen geschrieben haben. "Kommst du mit nach Afrika" heißt das Werk. Bis in die frühen Morgenstunden haben wir gejamt, und das war wirklich ein perfekter Start in die Zeit dort.

 

Worauf freuen Sie sich denn mehr: Die Songs der anderen zu singen oder die eigenen Songs von den anderen zu hören?

 

Nena: Beides war aufregend schön.

 

Gab es einen Künstler, bei dem es Ihnen besonders schwer gefallen ist, ihn zu covern?

 

Nena: Nichts hat sich für uns irgendwie schwer angefühlt... Ich habe mir bei Seven nur ein bisschen länger Zeit genommen als bei den anderen, als es darum ging, einen passenden Song für mich zu finden, einfach weil mir sein Musikstyle nicht ganz so nah ist, wie der von Samy zum Beispiel oder von Wolfgang.

 

Und auf wessen Interpretation Ihrer Hits waren Sie besonders gespannt?

 

Nena: Oh, ich war bei allen sehr gespannt und mit ihrer Coverversion von "Leuchtturm" habe ich meine Lieblingscowboys zum ersten Mal in ihrer Muttersprache singen hören. Super sexy und charmant war das! Ich war echt begeistert.

 

Hatten Sie Angst, sich dem Urteil Ihrer Gesangskollegen zu stellen?

 

Nena: Auf der Ebene von Beurteilung sind wir uns nicht begegnet. Wir haben vielmehr die gemeinsame Freude darüber geteilt, wie kreativ und bereichernd jeder einzelne in seiner Performance war. Jeden Abend gab es krasse Coverversionen von bekannten Songs, keiner hat sich irgendwie aus Vorsicht oder Unsicherheit mit irgendwas zurückgehalten. In der Runde hat jeder in vollen Zügen seine künstlerische Freiheit ausgelebt. Das zu erleben, war einfach herrlich.

 

Sind denn weitere TV-Formate mit Ihnen geplant? Könnten Sie sich vorstellen, wieder zu "The Voice" zurückzukehren?

 

Nena: Meine Zeit bei "The Voice" war auch sehr intensiv und voller schöner Erlebnisse. Inzwischen liegt das aber alles in weiter Ferne und ist abgeschlossen. Ich bin jetzt voll und ganz im "Sing meinen Song"-Fieber!

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