Sinéad O'Connor: Es geht nur noch ums Aussehen

Sinéad O'Connor
Sinéad O'Connor © Cover Media

Sinéad O'Connor (47) glaubt, dass sich die Sängerinnen der heutigen Zeit zu sehr auf ihr Auftreten konzentrieren.

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In der Musikindustrie

Die irische Musikerin ('Nothing Compares 2 U') ist bekannt für ihre unverblümte Art und nahm auch jüngst im Interview mit dem 'Q'-Magazin kein Blatt vor den Mund. In diesem spielte sie ganz klar auf provokante Künstlerinnen wie Miley Cyrus (21, 'We Can't Stop') an, die sie im vergangenen Jahr in einem offenen Brief für ihre lasziven Bühnen-Aufritte kritisierte. "Es ist urkomisch und wirklich clever durchgeführt - diese [Frauen] denken, dass sie zu Rebellinnen werden, wenn sie ihre T*tten rausholen", meinte Sinéad sichtlich amüsiert in der Zeitschrift. "Das ist natürlich Bullshit. Ich glaube, die Gründe der Menschen, Musik zu machen, haben sich geändert. Früher machten die Leute Musik, weil sie am A***h, verkommen und durchgedreht waren und es keine andere Art gab, um sich auszudrücken. Jetzt ist den Leuten die Musik egal. Jetzt geht es ums Aussehen und um Ruhm. Weibliche Musiker werden hereingelegt", schlussfolgerte die Songschreiberin.

Für die Zukunft erhofft sie sich deshalb, dass die Künstlerinnen sich ihres Einflusses auf jüngere Generationen bewusst werden. Dazu erklärte sie verärgert: "Sie schauen sich bloß ihre T*tten an. Ihr Publikum besteht aus Kindern und diese Kinder wachsen mit dem Glauben auf, dass ihr Wert darin liegt, wie hübsch sie sind und wie viele Typen auf sie stehen."

Dass sie diese Dinge aus Neid sage, weist Sinéad O'Connor indes von sich. Stattdessen fürchte sie, dass die von Männern dominierte Musikwelt die zahlreichen Frauen ausnutzt. "Das ist im Prinzip Missbrauch von Seiten der männlichen Führungskräfte [in der Branche] - die lieben das wahrscheinlich", meinte sie aufgebracht.

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