Simon Pegg: Wir sind zu abgestumpft

Simon Pegg
Simon Pegg © Cover Media

Simon Pegg (44) kritisiert die Trägheit der heutigen Gesellschaft.

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... um echtes Glück zu spüren

Für seinen neuen Film 'Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück' schlüpfte der britische Star ('Shaun of the Dead') in die Rolle eines Psychiaters, der rund um den Globus reist, um sein Glück zu finden. Der Gedanke an eine solche Selbstfindung gefiel Simon weshalb er an dem Projekt mitwirkte - seiner Meinung nach eine Geschichte, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte. "Er löst sich quasi vom Dasein eines emotionslosen Langweilers", beschrieb der Schauspieler seinen Charakter gegenüber 'diymag.com'. "Ich sehe Hector als eine Art Parallele zu unserer Gesellschaft, zu der Art, auf die wir heutzutage leben; in einer relativ bequemen, stressfreien Umwelt. Die Leute haben ein verfügbares Einkommen, können Geld für irgendwelchen Sch**ß ausgeben und müssen nicht einfach von der Hand in den Mund leben. Natürlich geht das nicht jedem so! Armut gibt es überall, aber es gibt einen großen Teil der Gesellschaft, der sehr gelangweilt ist, weil er ein sehr zufriedenstellendes Leben hat und glücklich wirkt - die Leute denken jedenfalls, sie wären glücklich."

Diese Art von Dasein stumpfe jedoch ab, weshalb man wahres Glück nicht mehr wahrnehmen könne. Materielle Dinge können Simon zufolge zwar kurzzeitig Freude schenken, doch echte Glücksgefühle wisse man erst zu schätzen, wenn man auch schwierige Zeiten hinter sich hat. Dies habe ihn vor allem sein Aufenthalt in Südafrika gezeigt, wo er Szenen für den Kinostreifen drehte. "Apartheid soll eigentlich schon vorbei sein, aber das stimmt nicht. Ich habe trotzdem viele lächelnde Gesichter gesehen, mehr Stolz bei den Menschen hinsichtlich ihrer Wohnsituation, mehr Glück, mehr Positivität als bei den wohlhabenderen, sicher eingezäunten weißen Gemeinden, wo alle Angst haben, dass sie erschossen werden könnten", berichtete der Engländer von seinen Reisen. "Jene Menschen manche so viele verschiedene Emotionen durch, was ihren Alltag und das bloße Überleben angeht - wenn sie also glücklich sind, dann spüren sie pures Glück. Wir erleben eher ein abgestumpftes, weniger greifbares Glück. Es ist fader", schlussfolgerte Simon Pegg enttäuscht.

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