Silbermond: So persönlich ist ihr neues Album 'Leichtes Gepäck'

Silbermond verlassen die Oberfläche
Silbermond © Cover Media

Stefanie Kloß (31) und ihre Bandkollegen wissen genau, was ihr neues Album so gut macht.

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Tiefgründige Texte

Ende Oktober 2015 erschien 'Leichtes Gepäck', das fünfte Studioalbum von Silbermond. Schon einen Monat nach Veröffentlichung war laut Plattenfirma Sony das 100.000. Exemplar über den Ladentisch gegangen - Gold-Status!

Die Clubtour, die Stefanie und ihre Kollegen Andreas Nowak sowie Johannes und Thomas Stolle im Februar geben, ist schon ausverkauft, im Mai startet dann die 'Leichtes Gepäck Tour 2016'. Die Fans dürfen sich dabei vor allem auf Gänsehautmomente freuen, denn die neuen Texte der Band sind mehr als persönlich.

"Es war schwer, das zuzulassen", räumte Stefanie im Gespräch mit der 'TZ' ein, "aber wir haben uns zusammengesetzt und geredet. Das hatten wir zu wenig getan, immer nur so an der Oberfläche. Wir haben uns die Frage gestellt, was uns inzwischen wichtig ist. Und so sind die Lieder entstanden. Das macht dieses Album aus."

Im Gegensatz zu ihren Jungs kann sich die Frontfrau allerdings nicht hinter einem Instrument verstecken: Sie steht vorne am Mikro und muss ihr Innerstes zeigen. "Ja, das stimmt, und an der einen oder anderen Stelle tut es auch weh. Es gibt zum Beispiel einen Song über meine Kindheit. Das ist manchmal schwierig und sehr emotional", erklärte die Powerfrau dazu.

Bis Anfang September ist Silbermond live unterwegs, Städte wie Hannover, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Dresden und Saarbrücken dürfen sich auf Konzerte freuen. Tickets und alle Daten gibt's online bei Eventim.

Rückblickend kann die Bautzener Band eine ereignisreiche Geschichte die ihre nennen. Im Interview mit 'Ruhrnachrichten.de' verdeutlichte Stefanie Kloß, was 'Leichtes Gepäck' so besonders macht. Ein wichtiger Zeitpunkt war dabei das vorletzte Album 'Himmel auf', das 2012 auf den Markt kam.

"2004 haben wir unser Debüt ['Verschwende deine Zeit'] aufgenommen mit viel Mut, Leichtigkeit, Naivität und eigenem Kopf. Volle Kraft voraus, weil wir nichts zu verlieren hatten. Es kannte uns ja keiner. Dass die Platte so erfolgreich wurde, hat uns alle überrascht. Zehn Jahre waren wir wie in einem D-Zug unterwegs. Erst bei der Arbeit an der Platte 'Himmel auf' wurde uns bewusst, dass wir es verpasst hatten, auch mal zu gucken, wie wir das alles verkraftet haben. Wir fragten uns: Tun uns die Bedingungen, unter denen wir Musik machen, noch gut? Nach 'Himmel auf' gönnten wir uns bewusst eine Pause, weil wir ein paar Sachen neu justieren mussten."

Cover Media

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