Sigourney Weaver: Keine Chance auf Gleichberechtigung

Sigourney Weaver: Keine Chance auf Gleichberechtigung
Sigourney Weaver bei der Premiere ihres neuen Films "Chappie" © Charles Sykes/Invision/AP

Sie ist eine der ganz Großen in Hollywood, und das schon seit Jahrzehnten: Sigourney Weaver könnte ein Beispiel dafür sein, dass es Frauen im US-Filmgeschäft dauerhaft zu etwas bringen können. Weaver selbst sieht die Sachlage allerdings um einiges pessimistischer. "Hier und da wird es vielleicht mal einen Studiomenschen geben, der darüber nachdenkt und dem bewusst ist, dass Hollywood ein Ort von Altersdiskriminierung und Sexismus ist", sagt sie der "Welt am Sonntag". "Aber im Allgemeinen bleibt alles so, wie es ist."

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Sexismus in Hollywood

Dass sie es in Hollywood so weit gebracht hat, begründet sie vor allem mit Glück - und ihrer wenig mädchenhaften Erscheinung. "Zum einen habe ich nie konventionelle Rollen angeboten bekommen, weil ich ungewöhnlich groß bin für eine Schauspielerin", erklärt Weaver. Ihre Rolle als Ellen Ripley in den "Alien"-Filmen hätten Filmemacher zusätzlich eingeschüchtert. "Es braucht schon einen sehr außergewöhnlich denkenden Regisseur, um mich für einen Film zu besetzen."


Pünktlich zum Weltfrauentag hat Weaver dann noch einen Ratschlag für Frauen im Filmgeschäft parat: "Wir müssen anfangen, über Geld nachzudenken und darüber zu sprechen, sonst wird sich nie etwas ändern", sagt sie. "Wie kann es sein, dass Leonardo DiCaprio im Jahr 2015 30-mal mehr für einen Film bekommt als Meryl Streep?" Frauen sollten "mutiger, lauter, dreister" sein.

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