Sido: Familie und Hip-Hop passen nicht zusammen

Sido
Sido © Cover Media

Sido (33) glaubte, dass er seine Karriere als Rüpel-Rapper an den Nagel hängen muss, weil sein neues Lebensmodell nicht zu seinen derben Texten passte.

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Oder doch?

Der einstige Gangsta-Rapper ('Mein Block') erzählte im Interview mit dem 'Rolling Stone'-Magazin, dass er zu alt für sein Musik-Genre geworden sei. "Ich habe gedacht, ich muss aufhören", erzählte er von seinen Sorgen. "Hip-Hop ist Jugendkultur, Rap die Sprache der Jugend. Ich habe ans Aufhören gedacht. Ich kann keine Musik mehr machen, habe ich mir gesagt. Aber es funktioniert tatsächlich, als Erwachsener über erwachsene Themen zu rappen. Hip-Hop braucht Eier und die Eier habe ich nicht verloren."

Von dem Magazin ließ er sich auf einen Spaziergang durch sein altes Leben begleiten, das im Märkischen Viertel in Berlin seinen Ursprung hatte. "Hier war unser Leben. Wir haben die Mädchen nie ins Kino am Kudamm eingeladen."

Dieses Leben liegt längst hinter dem Chartstürmer, dessen aktuellen Platte '30-11-80' gerade Goldstatus erreichte. Doch seine Wurzeln vergesse der Künstler nie - im Gegenteil: sie spornen ihn musikalisch und privat regelrecht dazu an, alles zu geben. "Was mich am meisten motiviert, so fleißig zu sein, ist meine Vergangenheit und die Angst davor, das wieder zu erleben. Ich möchte nie wieder in so ein Viertel zurück oder nie wieder am Hungertuch nagen", so der Künstler im Gespräch mit 'Das Ding'. Außerdem habe er mit Suchtproblemen und Kriminalität zu kämpfen gehabt: "Ich habe Drogenprobleme, Kokain-Probleme gehabt. Da ist man losgegangen, weil man Zeug brauchte, da hat man Handys in der U-Bahn geklaut, kurz bevor die Tür zu geht. Das sind alles so Sachen, für die ich mich heute natürlich schäme."

Heute hat der Zweifach-Papa sein Leben komplett umgekrempelt und ist mit der Moderatorin Charlotte Würdig (35) glücklich verheiratet - die lädt Sido sicherlich auch mal ins Kino ein.

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